F.A.Z.-Sprinter : Trumps starke Männer

Zwei Autokraten können über Kramp-Karrenbauers Vorstoß nur müde lächeln, ein Diktator lernt das Laufen – und Arnold Schwarzenegger ist mehr als souverän. Was sonst noch wichtig ist, der F.A.Z.-Sprinter.
Starten wir den Tag wohlmeinend, indem wir Donald Trump eine gewisse Originalität zubilligen. Der Mann ist konsequent. Konsequent in dem Chaos, das er hinterlässt, vor allem durch seine Außenpolitik. Der amerikanische Rückzug aus Syrien sorgt für eine gefährliche Leerstelle, die die dort aktiven Autokraten – unter anderem Russlands Präsident Wladimir Putin – mit ihrer eigenen Initiative genüsslich füllen. Löblich ist der Vorstoß der deutschen Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer zwar, sich an der Überwachung einer internationalen Schutzzone in Nordsyrien beteiligen zu wollen. Wenn die Amerikaner sich in ihr Schneckenhaus zurückziehen, dürfen die Europäer ruhig mehr übernehmen. Nur dürfte es die starken Männer an Europas Peripherie, Putin und Erdogan, belustigen, dass AKKs Vorstoß selbst in der eigenen Bundesregierung umstritten ist. Mit so etwas müssen sich Präsidenten mit undemokratischen Zügen kaum abmühen. Heute hat die Verteidigungsministerin Gelegenheit, im Brüsseler Kreise ihrer Amtskollegen für die Idee zu werben. Sonderlich gut stehen ihre Chancen allerdings nicht.





