Änderung des Hochschulgesetzes :
Orbáns Ethnisierung des Bildungswesens

Von
Martin Schulze Wessel
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„Veto“ lautet die Antwort der Studenten auf Orbáns Pläne: Am vergangenen Dienstag demonstrierten sie gegen die Änderung des Hochschulgesetzes.
„Veto“ lautet die Antwort der Studenten auf Orbáns Pläne: Am vergangenen Dienstag demonstrierten sie gegen die Änderung des Hochschulgesetzes.EPA

Die Central European University in Budapest gehört zu den erfolgreichsten in Europa. Jetzt will die Regierung von Viktor Orbán diesem Leuchtturm das Licht ausknipsen.

Die Central European University (CEU) in Budapest ist ein Ort, den Michel Foucault zu den Heterotopien gerechnet hätte: „Gegenplazierungen oder Widerlager, tatsächlich realisierte Utopien“. Keine Universität in Europa ist so international wie die CEU mit ihren Studenten aus hundertzehn Ländern und ihren Dozenten aus vierzig Ländern. Was andernorts als Vorzeigeuniversität gelten würde, ist in Ungarn, wo Viktor Orbán ethnische Homogenität zum ungarischen Ideal und „illiberale Demokratie“ zum Staatsprinzip erklärt, nicht willkommen. Dem Regierungschef geht es darum, diese Universität aus dem Land zu vertreiben.

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