Vereinte Nationen : Das Heraufziehen der „multiplexen Welt“

In New York geht es auch um Deutschlands Sitz im Sicherheitsrat. Das ist wichtig. Im Hintergrund aber geht es längst um mehr: eine neue Ordnung der Welt.
Eine der Errungenschaften der internationalen Politik in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, der Multilateralismus, droht unter die Räder zu kommen. Zwar sehen viele Staaten in dieser Form der internationalen Zusammenarbeit nach wie vor die ordnungspolitische Methode der Wahl, um ihre Interessen und Anliegen angemessen vorzubringen, ohne von den Großen dieser Welt überrollt zu werden. Doch dass er heute einen schweren Stand hat, ist offenkundig. „Das goldene Zeitalter des Multilateralismus ist vorbei“, lautete sogar die Überschrift eines Artikels in der Zeitschrift „Foreign Policy“.
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