Kolumne Weltblick : Serbiens Wut über Korruption wächst

Die Proteste in Serbien zeigen, wie gefährlich Misswirtschaft für die Bürger, aber auch für Herrschende werden kann, schreibt unserer Kolumnist.
Am 1. November vergangenen Jahres bricht das Bahnhofsvordach in Novi Sad ein – 15 Menschen sterben in Serbiens zweitgrößter Stadt unter den Trümmern. Seitdem erfasst eine noch nie dagewesene Protestwelle das Land. Die Demonstranten werfen Präsident Alexander Vučić und seiner Regierung vor, durch Korruption und laxe Aufsicht den Einsturz mitverursacht zu haben. Die „15 für 15“-Bewegung – jeden Tag 15 Minuten Protest für die 15 getöteten Menschen – bringt Mitte März 300.000 Serben auf die Straßen der Hauptstadt Belgrad. In einem Land mit weniger als sieben Millionen Einwohnern. Längst haben sich Taxifahrer, Landwirte und Anwälte der von Studenten geführten Bewegung angeschlossen.
Zugriff auf alle Inhalte inklusive FAZ+ (Originalpreis: 26,80 €) jetzt nur 1,99 €
Zugriff auf alle Inhalte inklusive FAZ+ (Originalpreis: 26,80 €) jetzt nur 1,99 €
- Mit einem Klick online kündbar





