Zeilsheimer wollen demonstrieren
Im Streit um die Kinderbetreuung in Zeilsheim wollen die Eltern die Entscheidungen des Bildungsdezernats nicht hinnehmen.
Im Streit um die Kinderbetreuung in Zeilsheim wollen die Eltern die Entscheidungen des Bildungsdezernats nicht hinnehmen. Für Samstag ist eine Protestkundgebung am Gebäude Blauländchenstraße 9 geplant. Von 14 Uhr an wollen Eltern ihren Unmut darüber kundtun, dass das ehemalige Pfarrhaus künftig nicht mehr für die Nachmittagsbetreuung der Käthe-Kollwitz-Schüler zur Verfügung stehen soll. Die Stadt hat das Gebäude stattdessen für die Euckenschule vorgesehen. Die Förderschule ist derzeit noch in Unterliederbach ansässig und soll umziehen. Damit ginge Zeilsheim ein Betreuungsangebot verloren, das in dem Stadtteil nach Darstellung der Eltern dringend benötigt wird.
In einem Aufruf zum Protest erhebt die „Elterninitiative Käthe-Kollwitz-Schule“ Vorwürfe gegen Bildungsdezernentin Sarah Sorge (Die Grünen), das Stadtschulamt und die Römerpolitiker. 200 Zeilsheimer Kinder müssten zurückstecken, damit 40 Kinder der Euckenschule, von denen 90 Prozent aus anderen Stadtteilen kämen, „in eine für diesen Zweck überdimensionierte Liegenschaft“ einzögen. Sorge spiele auf Zeit und hoffe, dass sich der Protest der Bürger lege. Politiker und Stadtschulamt gäben zwar an, alle Anfragen zu prüfen, hätten aber nicht den Willen, zweifelhafte Entscheidungen zu revidieren. Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) habe die an ihn gerichtete Bitte um Hilfe an das Bildungsdezernat weitergeleitet. „Das nennen wir mal den Bock zum Gärtner gemacht!“, heißt es in dem Aufruf der Eltern.
trau.





