Olga Martynova

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Ein weiter Weg: Als die russische Schriftstellerin Olga Martynova 1991 mit ihrer Familie nach Deutschland übersiedelte, kannte sie nur zwei deutsche Wörter:

Ein weiter Weg: Als die russische Schriftstellerin Olga Martynova 1991 mit ihrer Familie nach Deutschland übersiedelte, kannte sie nur zwei deutsche Wörter: „Nachtigall“ (aus einem Gedicht von Ossip Mandelstam) und „Hände hoch!“ (aus alten Kriegsfilmen im sowjetischen Fernsehen). Doch im Sommer 2012 wurde sie in Klagenfurt für ein Kapitel ihres deutschsprachigen zweiten Romans „Mörikes Schlüsselbein“ mit dem renommierten Ingeborg-Bachmann-Preis ausgezeichnet. Wie in ihrem ersten Roman von 2010, „Sogar Papageien überleben uns“, setzte sie abermals viele traurige und komische Episoden aus wechselnden Zeiten und Orten zu einem literarischen Kaleidoskop zusammen: so bunt und aufregend wie das Leben.

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