Österreichische RBI verlässt Euribor
ela. WIEN, 9. Januar. Nach der Bayerischen Landesbank (BayernLB) und der niederländischen Rabobank zieht sich nun auch die österreichische Raiffeisen Bank ...
ela. WIEN, 9. Januar. Nach der Bayerischen Landesbank (BayernLB) und der niederländischen Rabobank zieht sich nun auch die österreichische Raiffeisen Bank International AG (RBI) aus dem Gremium der Banken zurück, das den für Kredite wichtigen Zinssatz Euribor festsetzt. Eine Sprecherin begründete die Entscheidung gegenüber der Austria Presseagentur mit der abnehmenden Bedeutung des Interbankengeschäfts für die RBI. Mit Ermittlungen wegen mutmaßlicher Manipulationen des Euribor habe der Schritt nichts zu tun. Es gebe keine Untersuchungen oder Ermittlungen gegen Raiffeisen Bank International, betonte sie. Die Kündigung werde Mitte Januar eingebracht. Neben der RBI - des Ostarms der Raiffeisen Zentralbank (RZB) - ist auch deren Wiener Konkurrent Erste Group im Euribor-Gremium. Über einen möglichen Austritt gebe es vor den endgültigen neuen EU-Regelungen noch keine Entscheidung, teilte das Institut mit. Auf der ganzen Welt untersuchen die Behörden, ob mehr als ein Dutzend Geldhäuser die Eingaben für die Benchmark manipuliert haben, um von Wetten auf Derivate zu profitieren oder ihre Finanzlage besser erscheinen zu lassen. Im Libor-Skandal wurden bereits Milliardenstrafen verhängt, so etwa im Dezember gegen die Schweizer Großbank UBS.





