Nordex streicht China-Pläne kräftig zusammen

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hpa. FRANKFURT, 5. Dezember. Der Windanlagenhersteller Nordex SE verabschiedet sich immer mehr von seinen einst großen Plänen in China.

hpa. FRANKFURT, 5. Dezember. Der Windanlagenhersteller Nordex SE verabschiedet sich immer mehr von seinen einst großen Plänen in China. Zu Beginn dieser Woche hatte der Konzern mitgeteilt, rund 130 Stellen in seinem Rotorblattwerk in Dongying bis Jahresende zu streichen. Wie ein Sprecher auf Anfrage erläuterte, wird die Produktion damit de facto eingestellt, die verbliebenen 30 Mitarbeiter seien für Service- und Wartungsaufträge in dem Land vorgesehen. Damit wird auch immer unwahrscheinlicher, dass Nordex noch den erhofften chinesischen Partner für ein Gemeinschaftsunternehmen findet. Nordex war seit einigen Monaten auf der Suche nach einem Energiekonzern, mit dem zusammen Windparks in China errichtet und betrieben werden sollten. Derzeit gibt es aber wohl nur wenig Aussichten, dass es noch zu einem Vertragsabschluss kommt. Vorrang habe nun, Nordex in China so aufzustellen, dass dort keine Verluste mehr anfielen, hieß es. Neben dem Produktionswerk für Rotorblätter betreibt Nordex in China noch ein Montagewerk zusammen mit einem lokalen Energieversorger, wobei der Hamburger Konzern 60 Prozent der Anteile hält. Diese Fabrik sei derzeit noch ausgelastet, erläuterte der Nordex-Sprecher. Der Windanlagenkonzern wolle in China auch weiterhin Komponenten kaufen und von dort aus in asiatische Nachbarländer liefern. China selbst ist zum größten Windanlagenmarkt der Welt geworden, wobei einheimische Konzerne dominieren. Windturbinenhersteller aus Europa oder Amerika beklagen, dass sie von Aufträgen dort ausgeschlossen würden und das Preisniveau im Neugeschäft nicht die Kosten decke.

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