Nordex macht sich neue Hoffnung in Amerika
hpa. FRANKFURT, 15. Mai. Mit Windturbinen ließen sich in jüngerer Vergangenheit kaum noch gute Geschäfte machen, aber allmählich zeigen die enormen ...
hpa. FRANKFURT, 15. Mai. Mit Windturbinen ließen sich in jüngerer Vergangenheit kaum noch gute Geschäfte machen, aber allmählich zeigen die enormen Sparanstrengungen der Hersteller Wirkung. „Wir sind zufrieden mit dem Erreichten“, sagte Jürgen Zeschky, der Vorstandsvorsitzende der Nordex SE, anlässlich der Zahlen zum ersten Quartal. Der Konzern aus Hamburg konnte nicht nur den Auftragseingang um knapp 5 Prozent auf 328 Millionen Euro und den Umsatz um 30 Prozent auf 259 Millionen Euro steigern. Wichtig sei, dass zumindest in Europa die Margen im Verkauf der Windanlagen wieder moderat zulegen, sagte Zeschky. Nordex profitiere dabei von seinen Turbinen, die speziell für Schwachwindstandorte konzipiert wurden. In China sei der Preisdruck dagegen „unverändert hoch“, ergänzte Finanzvorstand Bernard Schäferbarthold. Aus diesem Markt hat sich Nordex weitgehend zurückgezogen. Mehr Hoffnung hat der Konzern dagegen wieder in Amerika. Zwar wurden dort monatelang keine neuen Projekte gewonnen, nun sei man aber wieder um große Aufträge bemüht. Daher werde sich erst bis Jahresende entscheiden, ob Nordex sein Werk im amerikanischen Jonesboro fortführt, sagte Schäferbarthold. Der Zuwachs in Europa ging im ersten Quartal auch mit höheren Vorlaufkosten einher, weshalb Nordex unterm Strich einen Verlust von 8,4 (Vorjahr: 14) Millionen Euro auswies. Der Kurs der Nordex-Aktie sank um mehr als 8 Prozent auf weniger als 6 Euro.





