Nordex im Schwachwind
Um geschätzt 6 Prozent wird der Markt für Windanlagen in den kommenden Jahren auf der Welt jeweils wachsen. Ein ähnlich hohes Ziel hat Jürgen Zeschky dem ...
Um geschätzt 6 Prozent wird der Markt für Windanlagen in den kommenden Jahren auf der Welt jeweils wachsen. Ein ähnlich hohes Ziel hat Jürgen Zeschky dem Nordex-Konzern gesteckt, den er seit März steuert. Das klingt nicht ambitioniert, ist es aber doch. Denn ein großer Teil des Wachstums in der Windindustrie findet in China statt, und dieser Markt bleibt den Herstellern aus dem Westen weitgehend verschlossen. Zeschky kann in den kommenden Jahren auch nicht mit steigenden Preisen rechnen. Daher muss Nordex in Märkten wachsen, wo die Windkraft entweder noch am Anfang steht, etwa in Osteuropa, oder in reifen Ländern wie Deutschland, wo neue Flächen für Windparks eine zunehmend bessere Technologie erfordern. Die ersten Erfolge mit der Schwachwindturbine N 117 gerade in Deutschland scheinen ein gutes Signal zu sein. Doch der Konzern sollte nicht nur wachsen, er muss schnell auch wieder profitabel werden, um eine Vielzahl von Projekten (vor)finanzieren zu können. Ähnlich wie die Autobauer beziehen auch Windturbinenhersteller immer mehr Komponenten von Dritten. Nicht immer hat dabei die Qualität gestimmt. Dies zu ändern gehört zu den dringlichsten Aufgaben des Nordex-Chefs.





