Neue Lust auf Zehnkampf Knobel findet zu sich selbst
RATINGEN. Wenn er die 1500 Meter schneller laufen könnte, wäre Jan Felix Knobel jetzt bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Moskau dabei: „Aber die ...
RATINGEN. Wenn er die 1500 Meter schneller laufen könnte, wäre Jan Felix Knobel jetzt bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Moskau dabei: „Aber die sind leider nicht meine Stärke“, sagt der Zehnkämpfer von der LG Eintracht Frankfurt. Vor dem letzten Wettbewerb in Führung, und am Ende doch nur Dritter - bei zwei WM-Tickets. Doch von Enttäuschung keine Spur. Selbst wenn die persönliche Bestleistung von 8396 Punkten nicht belohnt wird. Vereinskollege Pascal Behrenbruch (8514) und der Hallenser Rico Freimuth (8488) waren eben besser. Punkt. Knobel zieht nach dem Mehrkampf-Meeting in Ratingen lieber eine ganz persönliche Bilanz. „Ich habe hier eine Superleistung geboten.“ Dass sie wegen insgesamt zu viel Rückenwindes nie in den Bestenlisten erscheinen wird, „ist mir völlig egal“. Entscheidend ist vielmehr, dass Knobel wieder ein Wort in den Mund nehmen kann, das ihm im Zusammenhang mit Zehnkampf lange nicht über die Lippen kam: Spaß. Die Lust auf Zehnkampf, die Lust, sich zu quälen, zwei strapaziöse Tage durchzustehen. Das alles war dem 24 Jahre alten Architekturstudenten abhandengekommen. „Das letzte Jahr war für mich mental richtig hart. Und es war schwierig, mich aus diesem Tief rauszuziehen.“
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