KBA profitiert von der Drupa
Die Fachmesse Drupa hat den großen Druckmaschinenherstellern zwar den erhofften Auftragsschub gebracht. Der immense Preiskampf hat sich dadurch allerdings ...
Die Fachmesse Drupa hat den großen Druckmaschinenherstellern zwar den erhofften Auftragsschub gebracht. Der immense Preiskampf hat sich dadurch allerdings nicht abgeschwächt. Daher gehen die Sparbemühungen auch im zweitgrößten deutschen Druckmaschinenkonzern Koenig & Bauer AG (KBA) unverändert weiter. Allerdings soll der schon seit längerem bekannte Stellenabbau auf knapp 6000 Mitarbeiter nicht noch einmal verschärft werden, hieß es zur Vorlage des Halbjahresberichts. Insbesondere das Orderbuch für Bogenmaschinen, die zum Beispiel für den Verpackungsdruck eingesetzt werden, füllte sich im zweiten Quartal kräftig auf 211 Millionen Euro. Das sei der höchste Quartalswert seit Jahren gewesen, teilte KBA mit. Allerdings schrieb das Segment im gesamten ersten Halbjahr noch einen operativen Verlust von 18,1 Millionen Euro (Vorjahr: minus 21,4 Millionen Euro), der auch von den Kosten für die Drupa mit verursacht wurde. Und in nächster Zeit sei nicht damit zu rechnen, im Neumaschinengeschäft hier wieder Gewinne zu schreiben, erklärte ein KBA-Sprecher. Besser sah es dagegen im Segment Rollen- und Sondermaschinen aus, wo das operative Ergebnis auf 31,7 Millionen Euro mehr als verdoppelt wurde. Allerdings profitierte KBA hier auch noch von einigen Großprojekten mit Rollendruckmaschinen aus dem vergangenen Jahr. Inzwischen halten sich Verlage und große Druckereien aber mit der Neuanschaffung solcher Anlagen noch stärker zurück. Demzufolge blieben die Aufträge im ersten Halbjahr um mehr als 160 Millionen Euro hinter dem Vorjahreswert zurück. Der Vorstandsvorsitzende Claus Bolza-Schünemann zeigte sich dennoch zuversichtlich, das ausgegebene Erlösziel für dieses Jahr von mehr als 1,2 Milliarden Euro erreichen zu können. Auch die Erhöhung des zuletzt mageren Konzernergebnisses vor Steuern von 3,3 Millionen Euro auf einen niedrigen zweistelligen Millionenbetrag sei weiter im Blick.





