Firmen in der Werkvertragsfalle

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cbu. FRANKFURT, 29. September. Unternehmen reagieren nervös auf die öffentliche Diskussion über Lohndrückerei durch Leiharbeit und freie Tätigkeit in Form von Werkverträgen. Zahlreiche namhafte Arbeitsrechtler aus großen Wirtschaftskanzleien berichten übereinstimmend, dass derzeit viele Betriebe interne Revisionen durchführten, um ihre mitunter jahrzehntelange Praxis bei der Beschäftigung von Mitarbeitern fremder Firmen zu überprüfen. „In den Unternehmen herrscht Aufruhr“, berichtet der Arbeitsrechtler Jobst-Hubertus Bauer von der Kanzlei Gleiss Lutz, der seit Jahren als einer der prominentesten Arbeitgeberanwälte gilt. „Dort ist jahrzehntelang geschludert worden.“ Besonders fatal sei, dass sich um die freien Mitarbeiter normalerweise die Einkaufsabteilungen der Konzerne kümmert, und die Rechtsabteilung in die Gestaltung der Verträge nicht eingebunden ist. „Das kann saumäßig teuer werden“, resümierte der für seine klaren Worte bekannte Jurist auf der Jahrestagung der „Neuen Zeitschrift für Arbeitsrecht“ (NZA) in Frankfurt.

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