Die Ära der Deutschen
LUHMÜHLEN. Das sind ja schöne Aussichten für den nächsten Sommer in London. Nicht einmal ein Jahr vor den Olympischen Spielen haben die deutschen Vielseitigkeitsreiter bei den Europameisterschaften in Luhmühlen so ziemlich alles ...
LUHMÜHLEN. Das sind ja schöne Aussichten für den nächsten Sommer in London. Nicht einmal ein Jahr vor den Olympischen Spielen haben die deutschen Vielseitigkeitsreiter bei den Europameisterschaften in Luhmühlen so ziemlich alles gewonnen, was es bei dem Mehrkampf im Sattel zu holen gab: Platz eins bis vier komplett in der Einzelwertung: Michael Jung (Horb) auf Sam gewann mit einer exzellenten Leistung den Titel vor Debütantin Sandra Auffarth (Ganderkesee) mit Opgun Louvo und den beiden Einzelstartern Frank Ostholt (Warendorf) auf Little Paint und Dirk Schrade (Sprockhövel) auf King Artus. Dazu Rang eins in der Teamwertung vor Frankreich und Großbritannien. Und das, obwohl Mannschaftsreiterin Ingrid Klimke, die bis zum Springen in Führung gelegen hatte, mit Abraxxas im Parcours einbrach und auf Rang elf abstürzte. Die Konkurrenz wurde deutlich distanziert - mehr als sechs Abwürfe trennten die Deutschen von Frankreich, mehr als sieben von England. Der Mannschaft von der Insel, zuletzt achtmal in Folge Nummer eins in Europa, dürfte im Gedanken an 2012 angst und bange werden. Schon längst vor dem Gipfeltreffen im Weltkulturerbe Greenwich Park hat eine neue Zeitrechnung begonnen - mit den Deutschen als Marktführer im Sattel der Mehrkämpfer. Mit Michael Jung stellen sie auch den Weltmeister, Hinrich Romeike wurde in Hongkong Doppel-Olympiasieger. Jetzt hat es auch noch auf dem europäischen Kontinent geklappt. Eine Rarität, denn das siegreiche Solo für die Westfälin Bettina Hoy liegt 18, der letzte Erfolg für ein deutsches Quartett gar 38 Jahre zurück.





