Das dicke Ende

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Das dicke Ende kommt erst noch. Denn das, was SAP und Software AG an guten bis durchwachsenen Geschäftszahlen gerade vorgelegt haben, wird angesichts der sich ...

Das dicke Ende kommt erst noch. Denn das, was SAP und Software AG an guten bis durchwachsenen Geschäftszahlen gerade vorgelegt haben, wird angesichts der sich abzeichnenden wirtschaftlichen Verwerfungen in Europa auf mittlere Sicht kaum zu halten sein. Haben doch beide Unternehmen auf dem alten Kontinent nicht nur ihre Zentralen; für beide ist er auch der Markt hoher Erlöse und Gewinne. Zwar mögen Absatz, Umsatz und Gewinn der beiden deutschen Softwareschmieden in den Tagen des wackelnden Euro noch zulegen. Doch viele Kundenfirmen werden angesichts der Staatsschuldenkrise und des erwarteten Bebens der Einheitswährung in der zweiten Jahreshälfte vermutlich deutlich auf die Investitionsbremse treten. Dagegen können die Vorstände in Walldorf und Darmstadt nicht viel machen. Was sie machen konnten, haben sie in die Hand genommen: Sie trimmen ihre Kosten, haben die Geschäfte in Amerika auf Vordermann gebracht, neue Produktkategorien definiert und in den Vertrieb investiert. Doch ihre Achillesferse bleibt die Nachfrage in Europa. Hier steht und fällt vieles mit der Politik, und ein Ende der Euro-Krise ist wegen des politischen Zauderns nicht absehbar.

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