Conergy kappt
weitere Altlast
rit. HAMBURG, 26. September. Die Conergy AG aus Hamburg hat eine weitere Altlast abgeschüttelt, muss dafür aber erst mal teuer bezahlen.
rit. HAMBURG, 26. September. Die Conergy AG aus Hamburg hat eine weitere Altlast abgeschüttelt, muss dafür aber erst mal teuer bezahlen. Das krisengeschüttelte Solarunternehmen hat sich endgültig von dem Liefervertrag mit dem amerikanischen Waferhersteller MEMC befreit. Der ursprünglich bis 2018 laufende Vertrag über die Lieferung von Siliziumscheiben im Wert von 600 Millionen Dollar wurde einvernehmlich aufgehoben, teilten die Unternehmen mit. Fortan kann Conergy seinen Bedarf an Produktionsmaterialien am Markt decken. Dies dürfte dem Unternehmen einen Kostenvorteil von 5 bis 10 Prozent bringen, heißt es in der Branche. Zur Kompensation für die vorzeitige Beendigung des Vertrags behalten die Amerikaner 21 Millionen Dollar, die Conergy als Sicherheit bei MEMC hinterlegt hatte. Die Abschreibung dieser Forderung sowie das generell schlechte Marktumfeld zwingen den Vorstand nun abermals zur Korrektur seiner Ergebnisprognose. Statt eines positiven Vorsteuerergebnisses (Ebitda) wird nun ein negatives Ebitda in mittlerer zweistelliger Millionenhöhe erwartet. Dies könnte Conergy zu einer außerordentlichen Hauptversammlung zwingen, denn die Verluste könnten mehr als die Hälfte des Grundkapitals der AG von 160 Millionen Euro aufzehren. Insolvenzgefahr bestehe aber nicht, beteuerte eine Sprecherin.





