Annington in Eile
Deutsche Immobilienaktien wie GSW und Deutsche Wohnen gehörten an der Börse zu den größten Gewinnern des Jahres 2012. Trotz Kapitalerhöhungen haben sie ihren ...
Deutsche Immobilienaktien wie GSW und Deutsche Wohnen gehörten an der Börse zu den größten Gewinnern des Jahres 2012. Trotz Kapitalerhöhungen haben sie ihren Aktionären hohe Gewinne eingebracht. Seit Jahresanfang aber sind die Kurse gefallen, und auch die Wohnungsgesellschaft LEG hat seit ihrem Börsengang im Februar an Wert verloren. Nun strebt Deutsche Annington an die Börse. Es ist erstaunlich, dass diese größte deutsche Wohngesellschaft schon börsenreif sein soll. Schließlich gelang die Refinanzierung der Schulden erst zum Jahreswechsel, und der Vorstandsvorsitzende Rolf Buch amtiert erst seit 1. April. Offensichtlich hat sich Annington mit dem Börsengang beeilt. Dies dürfte damit zu tun haben, dass die Kursentwicklung der Konkurrenten auf nachlassendes Interesse der Anleger an der Immobilienbranche hindeutet. Annington muss für neue Kursphantasie sorgen. Tatsächlich ist das Unternehmen mit einer Marktkapitalisierung von 5 Milliarden Euro nach dem Börsengang mittelfristig ein Kandidat für den Dax und damit auch für große Aktienfonds interessant. Falls Annington aber kleinere Wohnungsgesellschaften aufkaufen will, dürften deren Kurse von dieser Übernahmephantasie stärker profitieren.





