Gehaltserhöhung :
Indien zahlt Beamten fast 24 Prozent mehr Gehalt

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Indiens Finanzminister Arun Jaitley
Indiens Finanzminister Arun JaitleyReuters

Die indische Regierung hat eine Rekord-Gehaltserhöhung für rund zehn Millionen Beamte und Pensionäre im Land beschlossen. Dies dürfte auch darauf abzielen, die Korruption einzudämmen.

Indien versucht sich an einem weiteren Weg, das Wachstum zu steigern: Mehr als zehn Millionen Beamte und Pensionäre werden deutlich mehr Gehalt bekommen. Rückwirkend ab Januar dieses Jahres bekommen sie mindestens 23,5 Prozent mehr. Der Spitzensatz für Beamte lag bislang bei 90000 Rupien (1195 Euro) monatlich und wird nun auf 250.000 Rupien mehr als verdoppelt.

So gut dies für die Beamten der drittgrößten Volkswirtschaft Asiens ist, so schwierig ist es für den Staat: Denn der Haushalt wird durch die Umverteilung der Steuergelder mit geschätzten 1,02 Billionen Rupien (13,55 Milliarden Euro) belastet werden. Allerdings wurde die massive Erhöhung schon zu Teilen in den Haushaltsplan für das derzeitige Fiskaljahr (31. März) eingestellt. Die Regierung hofft auf zusätzliche Einnahmen aus dem Verkauf von Telekommunikationslizenzen und Strafen für Steuerhinterzieher.

Das deutliche Anheben der Gehälter dürfte auch darauf abzielen, die grassierende Korruption in Indiens Beamtenschaft einzudämmen. Bislang sind kleinere Dienstgrade darauf angewiesen, sich ein „Zubrot“ illegal zu verdienen. Die Regierung hatte die Beamtengehälter zuletzt 2008 um 40 Prozent angehoben.

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