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Manuela Schreckenbach im Interview :
„Nicht Einzelkanäle optimieren, sondern ein digitales Informati­onsnetzwerk aufbauen“

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Auf der Bühne stellen Manuela Schreckenbach und Lars Christian Heil, Commerzbank, die Kommunikationsstrategie der Bank als Praxisbeispiel vor.
Auf der Bühne stellen Manuela Schreckenbach und Lars Christian Heil, Commerzbank, die Kommunikationsstrategie der Bank als Praxisbeispiel vor.Jonas Ratermann

Wer in KI-Antworten überzeugen will, muss Informationen über Kanäle hinweg konsistent vermitteln, sagt Manuela Schreckenbach, Vice President Strategic Accounts bei Cision.

Frau Schreckenbach, was verändert GEO im Vergleich zu SEO für die tägliche Arbeit von Kommunikationsverantwortlichen?  

GEO ist keine Ablösung von SEO, sondern eine Weiterentwicklung. Technische Sauberkeit, Linkstrukturen und Schema.org-Auszeichnungen bleiben relevant. Was sich verändert: Maschinen verarbeiten Inhalte nun selbst – und müssen als eigene Zielgruppe mitgedacht werden. KI-Systeme suchen nach klaren Frage-Antwort-Strukturen, Autorität und Konsistenz. Kommunikationsverantwortliche müssen prüfen, ob ihre Inhalte präzise Antworten auf relevante Fragen liefern. FAQ-Seiten und strukturierte Content-Hubs gewinnen an Bedeutung. Entscheidend ist: Redundanz schafft Relevanz. Botschaften, die KI-Crawler konsistent an mehreren Touchpoints finden, werden als autoritativer eingestuft.


Wie sollten Unternehmen verschiedene Kanäle bespielen und miteinander verknüpfen, um in den Antworten großer Sprachmodelle sichtbar und glaubwürdig vertreten zu sein?

Erfolgreich sichtbar zu sein, bedeutet nicht, einen einzelnen Kanal zu perfektionieren, sondern ein konsistentes Informationsökosystem aufzubauen. Ein Content Hub, der Themen bündelt und Unternehmensinformationen, Expertenbeiträge und Presseinhalt vernetzt, schafft genau den Kontext, den LLMs benötigen. Zusätzlich zählt Quellenautorität: Inhalte auf Fachmedien und Drittplattformen werden von KI-Systemen als besonders vertrauenswürdig eingestuft. Auch Thought Leadership und die Sichtbarkeit von Führungskräften stärken Glaubwürdigkeit. Kurzum: Nicht Einzelkanäle optimieren, sondern ein starkes digitales Informationsnetzwerk aufbauen.


Wie lässt sich erkennen und messen, ob ein Unternehmen in einer KI-generierten Antwort nur erwähnt oder auch als relevant, glaubwürdig und kompetent positioniert wird?

Moderne LLM-Intelligence-Lösungen ermöglichen systematisches Monitoring: Wie wird ein Unternehmen in KI-Antworten dargestellt? Relevant sind Positionierung, Tonalität, assoziierte Themen und genutzte Quellen – nicht nur die bloße Erwähnung. Dauerhaftes Monitoring zeigt, ob Kommunikationsmaßnahmen wirken. Ziel ist nicht Häufigkeit, sondern Positionierung als glaubwürdige Referenz. Den entscheidenden Hebel bildet das Zusammenspiel aus eigenen Inhalten, starker Medienpräsenz und konsistenten Botschaften, erst das erzeugt die Vertrauenssignale, auf die KI-Systeme zurückgreifen.

Quelle: F.A.Z.

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