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4. Corporate Diversity Summit :
Erfolgsfaktor Diversität: Jetzt und in Zukunft

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In der Diskussion: Moderator Daniel Schleidt mit Sylke Sergel, Ksenia Klein und Melanie Bernroitner (v. l. n. r.)
In der Diskussion: Moderator Daniel Schleidt mit Sylke Sergel, Ksenia Klein und Melanie Bernroitner (v. l. n. r.)Jonas Ratermann

Blickt man zurück, hat sich beim Thema Diversität in Unternehmen in den letzten Jahrzehnten einiges getan. Am Ziel ist man jedoch noch lange nicht. Die Panelteilnehmerinnen appellieren: Weitermachen – besonders aktuell.

Lange galt Diversität als wirtschaftlicher Vorteil. Doch veränderte politische Rahmenbedingungen, etwa in den USA, stellen das Thema momentan infrage. Bedeutet dieser Gegenwind auch in Deutschland einen ­Rückschritt, oder bleibt Diversität entscheidend – sowohl für gesellschaftlichen Zusammenhalt als auch wirtschaftlichen Erfolg? So startet Daniel Schleidt, Koordinator der Wirtschaftsredaktion in der Rhein-Main-Zeitung und verantwortlicher Redakteur für Metropol der F.A.Z., die erste Paneldiskussion des Corporate Diversity Summits.

„Wir sind ein Wirtschaftsunternehmen und müssen wirtschaftlich denken“, betont Ksenia Klein, Diversity-&-Inclusion-Managerin bei Teekanne. Genau deshalb sei Diversität eine Notwendigkeit: „Der Geschmack unserer Kundinnen und Kunden ist vielfältig – und diese Vielfalt brauchen wir auch intern.“ Teekanne hat vor einem Jahr frühere Initiativen gebündelt und Diversity, Equity & Inclusion (DEI) strukturell verankert. Klein sieht ihre Aufgabe darin, das Thema kontinuierlich präsent zu halten und auf unsichtbare Aspekte hinzuweisen – mit Nachdruck, aber lösungsorientiert: „Ich will keinen Konflikt, sondern eine Diskussion.“

Mit Blick zurück gibt Sylke Sergel, Chief People & Culture Officer, Vebego Deutschland, an, dass es früher schwieriger war, überhaupt einen Raum für die DEI-Themen aufzumachen. Heute sei die größte Herausforderung, das Thema im Alltag lebendig zu halten. Für das Facility-Management-Unternehmen mit 8300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus 110 Nationen ist Vielfalt nicht nur Schlüssel zum Erfolg durch bessere Lösungen, sondern eine Grundvoraussetzung: „Für Menschen mit Migrationshintergrund beispielsweise bieten wir eine Chance, in den Arbeitsmarkt zu kommen – und für uns ist das die Möglichkeit, unsere Dienstleistungen weiterhin anbieten zu können.“

Melanie Bernroitner, Head of Ethics & Compliance bei Takeda, ergänzt, dass DEI tief in den Werten und der Unternehmenskultur verankert sein muss – auch um über Führungswechsel hinweg Thema zu bleiben. „Es kann nicht von einer einzigen Person abhängen – es braucht Engagement von jeder und jedem Einzelnen.“ Neben dem Tagesgeschäft sei dies natürlich nicht immer ­einfach. Deshalb müsse Diversity-Management sicherstellen, dass das Thema nicht in der Komfortzone des Alltags verloren geht. Auch Messbarkeit sei entscheidend, es gehe darum, klare Maßnahmen zu definieren und konsequent umzusetzen.

Trotz – oder gerade aufgrund – des Gegenwinds herrscht Konsens: Diversität bleibt eine wirtschaftliche Notwendigkeit. In Zeiten wachsender populistischer Strömungen sei es umso wichtiger, aktiv dafür einzutreten. „Jetzt erst recht – weil Diversität mehr ist als ein Logo in Regenbogenfarben“, so Sergel. Dazu gehöre auch, sich gezielt auf aktuelle Herausforderungen vorzubereiten. „Der Umgang mit Populismus und Extremismus muss trainiert werden – intern wie extern. So schaffen wir psychologische Sicherheit, was die Basis für gelebte Vielfalt ist“, ergänzt Bernroitner. Klein plädiert für einen aktiven Einsatz: „Nicht darauf hoffen, dass sich Dinge von selbst ändern – wir müssen sie anpacken.“

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