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Finanzen im Vatikan : „Die Kirche war immer eine Sünderin“

Lebt selbst bescheiden: Papst Franziskus am Fenster des Apostolischen Palasts, den er nur für offizielle Termine nutzt. Bild: dpa / Vatikan News

Der Papst kritisiert den Kapitalismus und will eine ethische Wirtschaft. Doch der Vatikan schlittert von einem Finanzskandal in den nächsten. Jetzt sorgt die „Dame des Kardinals“ für Schlagzeilen.

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          Fehlinvestitionen, Meldungen über geschönte Renditen und eine fremde Staatsanwaltschaft, die dem Vatikan zu Leibe rückt: In den vergangenen Wochen mangelte es nicht an Negativschlagzeilen, die ein schlechtes Licht auf den Umgang mit Geld im Vatikan warfen – und die in einer langen Reihe mit Verfehlungen der Vergangenheit stehen.

          Tobias Piller

          Wirtschaftskorrespondent für Italien und Griechenland mit Sitz in Rom.

          Das jüngste Beispiel in den italienischen Zeitungen sind immer neue Nachrichten über „die Dame des Kardinals“, Cecilia M. Angeblich wurde sie mit Spendengeldern alimentiert, die eigentlich für die Armen bestimmt waren. Die Rede ist von mindestens einer halben Million Euro. Sie soll das Geld unter dem Vorwand erhalten haben, sie baue internationale Kontakte für die Sicherheit der Vatikanvertretungen auf. Zeitungsberichten zufolge hat sie aber das Geld bei 120 Einkäufen in Luxusgeschäften ausgegeben. Die Verdächtige kam zwischendurch in Auslieferungshaft für den Vatikan, ist aber nach Medienberichten wieder frei.

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