Kohleausstieg : Alles muss seinen Preis haben

Der Kohleausstieg droht zur reinen Symbolpolitik zu verkommen – und kostet große Summen. Dabei gibt es viel sinnvollere Instrumente, um effizienter und günstiger CO2 einzusparen. Eine Analyse.
Wie so oft in der jüngeren Geschichte könnte Amerika den Stein ins Rollen bringen. In einem gemeinsamen Appell bekennen sich mehr als dreitausend Ökonomen zur Forderung, eine CO2-Steuer einzuführen. Nicht nur Nobelpreisträger wie Robert Solow oder Daniel Kahneman und die früheren Notenbankchefs Alan Greenspan und Ben Bernanke, selbst der Ölriese Exxonmobil schließt sich der Idee an, Kohlendioxid als sogenanntes Treibhausgas zu bepreisen und seinen Ausstoß auf diese Weise effizient einzudämmen. Der Clou: Das über die Steuer eingenommene Geld soll eins zu eins an die Bevölkerung zurückfließen. Wer aber viel CO2 verbraucht, zahlt drauf. Vorerst dürfte der Vorstoß im skeptischen Weißen Haus enden. Donald Trump blockt das wohl ab.
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