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Waldbrände in Brasilien : Wer rettet den Amazonas?

  • -Aktualisiert am

Bild: dpa

Der Regenwald brennt, und wir schauen zu. Da muss sich doch was machen lassen. Das Völkerrecht kennt Lösungen. Aber sind sie umsetzbar?

          4 Min.

          Der Amazonas-Regenwald steht in Flammen. Über 70 000 Waldbrände hat das brasilianische Raumforschungsinstitut in diesem Jahr schon gezählt. Mehr als die Hälfte davon in Amazonien. Das ist ein Anstieg um 83 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Eines ist schon jetzt – vor dem Beginn der eigentlichen Trockenzeit – klar: Das Land wird in diesem Jahr viel mehr Regenwald verlieren als in den vergangenen Jahren. Und der Verlust beschränkt sich nicht auf Brasilien. Die Welt verliert mit jedem Stück Regenwald einen Teil ihrer grünen Lunge, ist doch das Gebiet des Amazonas die größte CO2-Senke, die wir haben.

          Der amerikanische Umweltwissenschaftler Thomas E. Lovejoy und sein brasilianischer Kollege Carlos Nobre veröffentlichten im Herbst 2018 einen kurzen Aufsatz mit einer gewichtigen Botschaft. Bis dahin war die Forschung davon ausgegangen, dass erst eine Verkleinerung des Regenwaldes in Amazonien um 40 Prozent spürbare Folgen für die Region haben würde: weniger Regen in Süd- und Mittelamerika und längere Trockenphasen. Lovejoy und Nabre legen in ihrer Untersuchung dar, dass schon ein Rückgang des Regenwaldes um nur 20 Prozent verheerende Folgen hätte.

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