https://www.faz.net/-gqe-981zg

Volkswagen-Kommentar : Warum der VW-Vorstand verdient, was er verdient

  • -Aktualisiert am

VW hat unter Matthias Müller beeindruckende Erfolge erzielt. Er bekommt dafür das Gehalt, das er verdient. Aber man darf auch etwas erwarten.

          Volkswagen steht wegen des Skandals um manipulierte Dieselsoftware unter Beobachtung. Dass VW-Chef Müller im ersten Jahr, in dem das neue Vergütungssystem gilt, gleich mehr als 10 Millionen Euro verdient, ist für den grünen Fraktionsvorsitzenden Hofreiter prompt Anlass, das Bild von Managern, die sich die Taschen vollstopfen, zu bemühen.

          Doch unter Müllers Führung hat VW beeindruckende Erfolge erzielt, die 2015 nach dem Abgasskandal niemand für möglich gehalten hatte. Rekorde bei Umsatz und Gewinn, eine klare Strategie für die Wende zur Elektromobilität, Beteiligung der VW-Arbeiter am Ergebnis: der Konzern steht jenseits der schwelenden Risiken im Abgasskandal besser da denn je.

          Die Vorstände bekommen dafür, was sie nach den durchaus anspruchsvollen Vergütungsregeln des Konzerns verdienen. Sie stehen damit auch bei weitem nicht mehr an der Spitze der Dax-Unternehmen. Erwarten darf man von ihnen allerdings auch, von Demut und Verantwortung nicht nur zu reden. Was mag der Besitzer eines VW-Diesels wohl denken, wenn er diese Zahlen liest und hören muss, dass für eine Hardware-Nachrüstung der schmutzigen alten Diesel kein Geld da sein soll?

          Carsten Germis

          Wirtschaftskorrespondent in Hamburg.

          Folgen:

          Weitere Themen

          Meer davon

          Trend zur Meerdeko : Meer davon

          Kitsch ist cool. Mit eingestaubten Muscheln auf Fensterbänken oder Dekoschalen im Bad hat der neue Einrichtungstrend nichts zu tun. Ob Lampenschirm, Teppich, Sessel oder Bettgestell – der Muscheloptik geht nichts mehr.

          Kampf gegen den Dampf Video-Seite öffnen

          San Francisco : Kampf gegen den Dampf

          Nicht nur das Rauchen, auch die Herstellung von E-Zigaretten wird in San Francisco verboten. Eine schwierige Situation für die Ortsansässigen wie Juul Labs, einer der größten Hersteller von E-Zigaretten.

          Topmeldungen

          Diskussion der Demokraten : Politik in 60 Sekunden

          Die Kandidaten der Demokraten sind zur ersten Fernsehdebatte angetreten – die Masse der Bewerber machte eine Auseinandersetzung um politische Inhalte fast unmöglich.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.