Technische Pannen : Boeings Starliner-Astronauten sitzen weiter im Weltall fest
Wegen technischer Pannen müssen die Astronauten in Boeings Starliner-Raumkapsel unfreiwillig viel länger im All bleiben als geplant. Ihre Rückkehr wird wohl noch Wochen auf sich warten lassen.
Die Mission sollte eigentlich nur acht Tage dauern. Am 5. Juni hoben eine Astronautin und ein Astronaut der US-Raumfahrtbehörde NASA in einer neuen Raumkapsel von Boeing ab, um zur Raumstation ISS zu fliegen. Der Start gelang, und die Kapsel mit dem Namen Starliner schaffte es auch zu ihrem Ziel, allerdings kam es während des Fluges zu mehreren technischen Pannen. Diesen Schwierigkeiten versuchen die NASA und Boeing jetzt auf den Grund zu gehen, und wegen dieser Ursachenforschung sitzen die beiden Astronauten noch immer im Weltall fest. Auf einer Pressekonferenz wollten sich Vertreter der Behörde und des Luft- und Raumfahrtkonzerns jetzt nicht genau festlegen, wann die Astronauten wieder zurückkommen könnten. Der für das bemannte Raumfahrtprogramm der NASA verantwortliche Steve Stich sagte, „optimistischerweise“ könnte dies Ende Juli der Fall sein. In jedem Fall hoffe die NASA, die Astronauten vor Mitte August zurückzubringen, wenn eine weitere bemannte Mission zur ISS auf dem Programm steht, dann mit einer Raumkapsel des Boeing-Wettbewerbers SpaceX. Die NASA und Boeing betonen, die beiden Astronauten könnten im Notfall jederzeit mit der Starliner-Raumkapsel zurück zur Erde fliegen. In einer separaten Pressekonferenz aus dem Weltall gaben sich auch die beiden Astronauten selbst unbesorgt. Suni Williams sagte: „Ich habe ein wirklich gutes Gefühl in meinem Herzen, dass dieses Raumschiff uns ohne Probleme nach Hause bringt.“ Weder sie noch ihr Kollege Butch Wilmore sähen es als Grund zur Klage, wenn sie einige zusätzliche Wochen auf der Raumstation verbringen müssen.
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