FAZ+ (abopflichtiger Inhalt);Stahlproduktion und Umwelt :
Schutz für Anwohner von Stahlwerken

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Stahlfabrik in Taranto, Italien
Stahlfabrik in Taranto, ItalienImago

Der EuGH fordert bei Gesundheitsgefahren die Schließung eines Werkes in Italien.

Die Rettung des italienischen Stahlwerks in Taranto, das einst der Firma Ilva gehörte, steht vor neuen Hürden. Denn am Dienstag hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg verkündet, dass dessen Betrieb „ausgesetzt werden muss, wenn er schwere und erhebliche Gefahren für die Umwelt und die menschliche Gesundheit mit sich bringt“. Die Frist für die Umsetzung von Schutzmaßnahmen dürfe nicht mehr verlängert werden, so wie in der Vergangenheit mehrfach geschehen, entschied der EuGH. Das Urteil zum Weiterbetrieb muss nun das Mailänder Gericht fällen, das dem EuGH den Fall vorgelegt hatte. Durch mehrere Gutachten ist schon belegt, dass sich der Gesundheitszustand der Einwohner in der Region Tarent durch giftigen Staub verschlechtert hat. Unter anderem wurden Krebserkrankungen festgestellt. Deswegen war Italien 2022 – schon zum zweiten Mal nach 2019 – vom Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) in Straßburg wegen Verletzung von Menschenrechten verurteilt worden.

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