EU zeigt Musk die dunkelgelbe Karte
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Ermahnt: Elon Musk, Eigentümer der Internetplattform X Bild: EPA
Auf der Plattform X verbreiten sich Falschinformationen über den Krieg in Israel – und der Eigentümer empfiehlt selbst fragwürdige Inhalte.
Am Tag nach den Angriffen der islamistischen Hamas in Israel gab Elon Musk auf seiner Plattform X – vormals Twitter – eine Empfehlung ab. Er legte seinen fast 160 Millionen Followern zwei Konten als „gute“ Quellen für Informationen aus dem Krieg nahe. Beide sind in der Vergangenheit mit der Verbreitung von Falschinformationen aufgefallen. Im Mai war bei ihnen von einer angeblichen Explosion in der Nähe des amerikanischen Pentagons zu lesen, eine Falschmeldung, die kurzzeitig die Aktienmärkte bewegte. Eines der beiden Profile ist für antisemitische Äußerungen bekannt, einmal stand dort der Satz: „Kümmere dich um deine eigenen Angelegenheiten, Jude“. Nach einigen Stunden löschte Musk seine Empfehlung zwar, aber bis dahin war sie 11 Millionen Mal gesehen worden.
In Zeiten welterschütternder Krisen wie nun in Israel war Twitter oft für viele Menschen die erste Anlaufstelle, um in Echtzeit an Informationen heranzukommen. Die Plattform wurde als Quelle für verlässliche Nachrichten geschätzt, auch wenn es immer die Gefahr gab, auf unseriöse Inhalte zu stoßen.
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