Ein Jahr im Amt : Zwischen Genie und Wahnsinn

Javier Mileis wirtschaftliche Bilanz nach einem Jahr lässt sich sehen. Doch der argentinische Präsident schafft es dennoch nicht, seine Aggressionen zu zügeln.
Der Unterschied zwischen einem Genie und einem Wahnsinnigen besteht im Erfolg. Auf diese ziemlich ökonomische Weise definiert es Javier Milei. Der 54 Jahre alte argentinische Präsident, der vor genau einem Jahr die Regierung des wirtschaftlich zerrütteten Landes übernommen hat, sieht sich dieser Definition zufolge selbst als ein Genie. Der libertäre Ökonom hat die horrende Inflation Argentiniens innerhalb weniger Monate unter Kontrolle gebracht, präsentiert ausgeglichene Haushalte und positive Handelsbilanzen, steigende Reserven und stabile Wechselkurse. Seine Popularität in Argentinien hält sich auf einem hohen Niveau. Und international lässt Milei die Herzen der Märkte und von Liberalen höherschlagen. Selbst in Deutschland.
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