Strategiewechsel in der EU : Die Zweiteilung der Tech-Riesen

Seit Donald Trump wieder im Amt ist, positionieren sich die amerikanischen Tech-Konzerne in der EU sehr unterschiedlich. Mancher Tech-Konzern gibt sich auf einmal konziliant. Für Europa steckt darin eine Lehre.
Es war ein bemerkenswerter Wechsel der Strategie, den der amerikanische Softwarekonzern Microsoft da vor einigen Wochen vollzogen hat. Freiwillige Zugeständnisse liegen eigentlich nicht in der Natur des Konzerns, der in der Vergangenheit mit der EU harte Kämpfe ausgefochten hat. Doch in einem ausführlichen Papier schlug Microsoft-Vize Brad Smith im April plötzlich andere Töne an. „Europa hat uns gut behandelt. Unsere Unterstützung für Europa war immer unerschütterlich – und wird es immer sein“, schrieb Smith und gab ein Versprechen ab, das man sogar in Verträgen festhalten wolle: Sollte Microsoft von einer Regierung „irgendwo auf der Welt“ angewiesen werden, den Cloud-Betrieb in Europa auszusetzen, werde man sich mit allen erdenklichen Mitteln wehren. Man werde sogar Sicherungskopien seines Codes in der Schweiz hinterlegen, auf die europäische Partner im Fall der Fälle Zugriff hätten.
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