https://www.faz.net/-gqe-99ixa

Grippewelle : Wer krank ist, kauft keine Brille

  • Aktualisiert am

Die Grippewelle verhagelt den Jahresstart: Fielmann mit weniger Absatz. Bild: dpa

Bisher klagten Unternehmen vor allem über die Grippewelle, weil ihnen die Angestellten ausfielen. Fielmann meldet nun als erstes auch einen Absatzrückgang – weil die Kunden krank im Bett lagen.

          Die Optikerkette Fielmann hat wegen des kalten Winters und der schweren Grippewelle im ersten Quartal des Jahres weniger Brillen verkauft. Nach einem sehr milden Januar seien im Februar und März aufgrund des Wetters und der massiven Grippewelle deutlich weniger Kunden in die Optikerläden gekommen, teilte Fielmann am Donnerstag mit. Der Absatz ging vor diesem Hintergrund von 1,95 auf 1,92 Millionen Brillen zurück.

          Der Konzernumsatz stieg dennoch in den ersten drei Monaten um 2,3 Prozent auf knapp 250 Millionen Euro. Vor Steuern verdiente Fielmann 61,4 Millionen Euro nach 60,6 Millionen Euro im Vorjahr. Der Überschuss verbesserte sich leicht auf 43,3 Millionen Euro.

          Dividende erhöht

          Fielmann ist deutscher Marktführer bei Brillen und profitiert von einer stetig älter werdenden Gesellschaft. Vor allem Gleitsichtbrillen sind lukrativ. Die Zahlen zum ersten Quartal gab der Konzern parallel mit der Bilanz für 2017 bekannt.

          Im vergangenen Jahr verkaufte Fielmann 8,11 Millionen Brillen (Vorjahr: 7,99), setzte 1,39 Milliarden Euro um (Vorjahr: 1,34) und erzielte unter dem Strich einen Gewinn von 172,9 Millionen Euro (Vorjahr: 171,2). Die Dividende soll daher um 5 Cent auf 1,85 Euro je Aktie erhöht werden.

          Hauptaktionär ist Gründer und Firmenchef Günther Fielmann. Seit kurzem führt er das Unternehmen in Form einer Doppelspitze zusammen mit seinem Sohn Marc Fielmann.

          Weitere Themen

          Als die Grenze fiel Video-Seite öffnen

          August 1989 : Als die Grenze fiel

          Die Welt hat lange stillgestanden an der ungarisch-österreichischen Grenze. Bis zum 19. August 1989. Dann, vor 30 Jahren, platzte zwischen Fertörákos und Mörbisch eine Nahtstelle des Eisernen Vorhangs – mit weitreichenden Folgen für die Region und ganz Europa.

          Topmeldungen

          Regierungskrise in Italien : Mit dem „Plan Ursula“ gegen Salvini?

          Der Streit um das Rettungsschiff „Open Arms“ dauert an – und in Rom wird weiter über Szenarien zur Überwindung der Regierungskrise spekuliert. Ein prominenter Politiker stellt sich nun hinter einen Plan zur Bildung einer breiten Front gegen den italienischen Innenminister.

          Klimaschutz : Vertraut nicht den Verboten!

          Im Kampf um das Klima gibt es viele Einzelideen. Sie versperren den Blick auf das Notwendige: ein sinnvolles Gesamtkonzept. Dafür gilt: Lieber gründlich als überhastet.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.