Business-Ticker : Schneider: Audi wettet „auf ein totes Pferd“
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Umweltminister Carsten Schneider (SPD) spricht im Plenarsaal des Bundestages (Archivbild).dpa
Umweltminister kritisiert Audi-Pläne für US-Werk +++ Rechtsstreit zwischen Facebook und Künast wird dem EuGH vorgelegt +++ Nach Milliarden-Abschreibung: Novartis-Chef verteidigt Zukäufe +++ alle Neuigkeiten im Unternehmen-Liveblog
Fabian Drahmoune
Umweltminister Schneider: Audi wettet ‚auf ein totes Pferd‘
Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) hat die Planung des Autoherstellers Audi für ein neues Werk in den USA mit scharfen Worten kritisiert. „Während sich weite Teile der Welt aufmachen hin zur technisch überlegenen Elektromobilität, wettet Audi auf fossile Energien und damit auf ein totes Pferd“, sagte Schneider dem „Kölner Stadt-Anzeiger“. „Mal ganz abgesehen von den mehr als unappetitlichen Umständen dieser Verkündung, muss man auch Zweifel an der Zukunftsfähigkeit dieser Entscheidung haben.“
Audi-Chef Gernot Döllner war am Wochenende zusammen mit Donald Trump auf einer Wahlkampfbühne aufgetreten und hatte dort den Bau eines eigenen US-Werks im Bundesstaat Georgia mit rund 4500 Arbeitsplätzen angekündigt. In den USA will Audi SUV bauen, unter anderem den neuen besonders großen und damit auf den US-Markt zugeschnittenen Q9.
Seither steht er in der Kritik von verschiedenen Seiten, sogar sein Rücktritt wurde bereits gefordert. Audi hat interne Richtlinien, die Auftritte im Wahlkampf kurz vor Wahlen verbieten. In den USA stehen am 3. November die Zwischenwahlen an.
Audi-Chef Gernot Döllner war am Wochenende zusammen mit Donald Trump auf einer Wahlkampfbühne aufgetreten und hatte dort den Bau eines eigenen US-Werks im Bundesstaat Georgia mit rund 4500 Arbeitsplätzen angekündigt. In den USA will Audi SUV bauen, unter anderem den neuen besonders großen und damit auf den US-Markt zugeschnittenen Q9.
Seither steht er in der Kritik von verschiedenen Seiten, sogar sein Rücktritt wurde bereits gefordert. Audi hat interne Richtlinien, die Auftritte im Wahlkampf kurz vor Wahlen verbieten. In den USA stehen am 3. November die Zwischenwahlen an.
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Deutsche Unternehmen stecken mehr Geld in IT-Sicherheit
Deutsche Unternehmen stecken wegen der wachsenden Gefahr von Cyberangriffen mehr Geld in ihre IT-Sicherheit. Der Markt werde 2026 voraussichtlich um knapp zwölf Prozent auf 14,3 Milliarden Euro wachsen, teilte der Digitalverband Bitkom am Mittwoch mit. Er stütze sich dabei auf Daten des Marktforschungsinstituts IDC. Im kommenden Jahr dürften die Ausgaben ähnlich stark steigen und erstmals die Marke von 15 Milliarden Euro überspringen.
„Wer in IT-Sicherheit investiert, schützt nicht nur sich selbst, sondern auch Kundinnen und Kunden, Lieferketten und die Infrastruktur, von der wir alle abhängen“, sagte Susanne Dehmel, Mitglied der Bitkom-Geschäftsführung. Einer Untersuchung des Verbands zufolge entsteht der deutschen Wirtschaft durch Datendiebstahl, Spionage und Sabotage ein jährlicher Schaden von mindestens 211 Milliarden Euro. Rund drei Viertel davon gingen auf Cyberangriffe zurück. Dennoch wenden Firmen bislang nur etwa 18 Prozent ihres IT-Budgets für Investitionen in Sicherheit auf. Dies liege unter der vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) empfohlenen Quote von 20 Prozent.
Im laufenden Jahr gäben deutsche Betriebe voraussichtlich 7,8 Milliarden Euro für Sicherheitssoftware aus, 14,5 Prozent mehr als 2025. Hierzu zählten Programme für den Schutz von Endgeräten, Zugriffsmanagement oder zur Erkennung digitaler Angriffe. Das Wachstum in diesem Bereich dürfte sich 2027 wegen der verschärften gesetzlichen Anforderungen an die Wirtschaft weiter beschleunigen, sagte Bitkom-Vorständin Dehmel.
„Wer in IT-Sicherheit investiert, schützt nicht nur sich selbst, sondern auch Kundinnen und Kunden, Lieferketten und die Infrastruktur, von der wir alle abhängen“, sagte Susanne Dehmel, Mitglied der Bitkom-Geschäftsführung. Einer Untersuchung des Verbands zufolge entsteht der deutschen Wirtschaft durch Datendiebstahl, Spionage und Sabotage ein jährlicher Schaden von mindestens 211 Milliarden Euro. Rund drei Viertel davon gingen auf Cyberangriffe zurück. Dennoch wenden Firmen bislang nur etwa 18 Prozent ihres IT-Budgets für Investitionen in Sicherheit auf. Dies liege unter der vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) empfohlenen Quote von 20 Prozent.
Im laufenden Jahr gäben deutsche Betriebe voraussichtlich 7,8 Milliarden Euro für Sicherheitssoftware aus, 14,5 Prozent mehr als 2025. Hierzu zählten Programme für den Schutz von Endgeräten, Zugriffsmanagement oder zur Erkennung digitaler Angriffe. Das Wachstum in diesem Bereich dürfte sich 2027 wegen der verschärften gesetzlichen Anforderungen an die Wirtschaft weiter beschleunigen, sagte Bitkom-Vorständin Dehmel.
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Unilever erhöht Absatzprognose nach starkem Quartal
Der Konsumgüterkonzern Unilever hat nach einem überraschend starken dritten Quartal seine Prognose für das Absatzwachstum im Gesamtjahr leicht angehoben. Unilever rechne nun mit einem Absatzwachstum von mindestens drei Prozent, nach zuvor rund drei Prozent, teilte der Konzern am Mittwoch mit. Die Prognose für das Umsatzwachstum von vier bis sechs Prozent bestätigte der Vorstand. Zudem kündigte er an, überschüssige Barmittel für Aktienrückkäufe zu verwenden.
Der bereinigte Quartalsumsatz sei vor allem dank Preiserhöhungen und einer starken Nachfrage in Schwellenländern um 5,2 Prozent gestiegen, hieß es. Analysten hatten lediglich mit einem Plus von 4,8 Prozent gerechnet. Das Absatzvolumen sei um 2,9 Prozent gestiegen, die Preise um 2,3 Prozent.
Unilever reiht sich damit in eine wachsende Liste von Herstellern ein, die die Quartalserwartungen übertroffen haben. Auch Procter & Gamble und der Schweizer Lebensmittelkonzern Nestlé meldeten zuletzt ein unerwartet starkes Absatzwachstum. Procter & Gamble warnte jedoch, dass steigende Rohstoff-, Energie- und Frachtkosten den Jahresgewinn belasten würden.
Der bereinigte Quartalsumsatz sei vor allem dank Preiserhöhungen und einer starken Nachfrage in Schwellenländern um 5,2 Prozent gestiegen, hieß es. Analysten hatten lediglich mit einem Plus von 4,8 Prozent gerechnet. Das Absatzvolumen sei um 2,9 Prozent gestiegen, die Preise um 2,3 Prozent.
Unilever reiht sich damit in eine wachsende Liste von Herstellern ein, die die Quartalserwartungen übertroffen haben. Auch Procter & Gamble und der Schweizer Lebensmittelkonzern Nestlé meldeten zuletzt ein unerwartet starkes Absatzwachstum. Procter & Gamble warnte jedoch, dass steigende Rohstoff-, Energie- und Frachtkosten den Jahresgewinn belasten würden.
„Die Schwellenländer waren erneut ein wichtiger Motor, mit einem breit angelegten Wachstum in allen Märkten, angeführt von Indien und einer anhaltenden Stärke in Lateinamerika und Südostasien“, sagte der im vergangenen Jahr ernannte Vorstandschef Fernando Fernandez. Die Entwicklung in den Industrieländern sei schwächer gewesen. Dies sei auf schwierigere Vergleiche mit dem Vorjahr und schwächere Ergebnisse im Lebensmittelgeschäft zurückzuführen.
Der Hersteller von Marken wie Dove-Seife und Hellmann's-Mayonnaise hat die Preise für Haushalts- und Körperpflegeprodukte erhöht. Damit reagiert der Konzern auf gestiegene Energie- und Transportkosten im Zusammenhang mit dem Irankrieg. Auch andere große Konsumgüterkonzerne wie Coca-Cola, Procter & Gamble und Nestlé haben wegen des Konflikts weitere Preiserhöhungen angekündigt.
Der Hersteller von Marken wie Dove-Seife und Hellmann's-Mayonnaise hat die Preise für Haushalts- und Körperpflegeprodukte erhöht. Damit reagiert der Konzern auf gestiegene Energie- und Transportkosten im Zusammenhang mit dem Irankrieg. Auch andere große Konsumgüterkonzerne wie Coca-Cola, Procter & Gamble und Nestlé haben wegen des Konflikts weitere Preiserhöhungen angekündigt.
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Stellantis macht Fortschritte, doch nicht überall
Der europäische Autohersteller Stellantis hat im dritten Quartal seinen Nettoverlust gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum deutlich reduziert, bleibt mit 532 Millionen Euro aber im Minus. Nach hohen Sonderabschreibungen im Vorjahr von fast 5,7 Milliarden Euro meldete der Konzern Effizienz- und Absatzsteigerungen, allerdings nicht in allen Regionen. Der bereinigte Betriebsgewinn verbesserte sich von 90 auf 256 Millionen Euro, wobei es in allen Regionen Verbesserungen gab, nur nicht im erweiterten Europa mit seinen 30 Ländern, wo die operative Umsatzrendite um 3,4 Prozentpunkte nachgab.
Regional gesehen ging der Umsatz im wichtigen Nordamerika-Geschäft um drei Prozent zurück; jener im Mittleren Osten und in Afrika wies ein Minus von 19 Prozent sowie in Asien von sieben Prozent aus. In Europa sowie in Südamerika verzeichnete Stellantis dagegen Umsatzzuwächse von jeweils drei Prozent. Besonders die chinesische Marke Leapmotor, an der Stellantis rund 20 Prozent hält, kam voran. Der Absatz der Stellantis-Marken nach Stückzahlen nahm inklusive Leapmotor um sechs Prozent zu. Die Verkäufe von Elektroautos lagen um 65 Prozent über Vorjahr, besonders wegen der Nachfrage aus Frankreich, Deutschland und Großbritannien. Daneben war die Plattform von Modellen wie Citroën C3, Fiat Grande Panda und Opel Frontera erfolgreich. In Südamerika ging der Absatz zurück, aufgrund von Wechselkursänderungen nahm der Umsatz jedoch zu.
Die Aktie lag am frühen Vormittag um rund drei Prozent im Plus. Der Vorstandsvorsitzende Antonio Filosa bestätigte die bestehenden Ziele für das Gesamtjahr 2026 sowie die Rückkehr zur Schaffung von Liquidität im kommenden Jahr. Der freie Cashflow im Industriegeschäft solle 2027 positiv ausfallen.
Regional gesehen ging der Umsatz im wichtigen Nordamerika-Geschäft um drei Prozent zurück; jener im Mittleren Osten und in Afrika wies ein Minus von 19 Prozent sowie in Asien von sieben Prozent aus. In Europa sowie in Südamerika verzeichnete Stellantis dagegen Umsatzzuwächse von jeweils drei Prozent. Besonders die chinesische Marke Leapmotor, an der Stellantis rund 20 Prozent hält, kam voran. Der Absatz der Stellantis-Marken nach Stückzahlen nahm inklusive Leapmotor um sechs Prozent zu. Die Verkäufe von Elektroautos lagen um 65 Prozent über Vorjahr, besonders wegen der Nachfrage aus Frankreich, Deutschland und Großbritannien. Daneben war die Plattform von Modellen wie Citroën C3, Fiat Grande Panda und Opel Frontera erfolgreich. In Südamerika ging der Absatz zurück, aufgrund von Wechselkursänderungen nahm der Umsatz jedoch zu.
Die Aktie lag am frühen Vormittag um rund drei Prozent im Plus. Der Vorstandsvorsitzende Antonio Filosa bestätigte die bestehenden Ziele für das Gesamtjahr 2026 sowie die Rückkehr zur Schaffung von Liquidität im kommenden Jahr. Der freie Cashflow im Industriegeschäft solle 2027 positiv ausfallen.
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Fabian Drahmoune
Südkoreas Chipproduzent SK Hynix erzielt Rekordgewinn
Der südkoreanische Chipproduzent SK Hynix hat im Zuge des boomenden Geschäfts mit Künstlicher Intelligenz seinen Betriebsgewinn im dritten Jahresquartal mehr als versiebenfacht. So konnte das Tech-Unternehmen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum einen Gewinn von umgerechnet rund 56 Milliarden Euro erzielen, wie aus dem aktuellen Geschäftsbericht von SK Hynix hervorgeht.
Damit konnte der nach Samsung Electronics wichtigste Produzent von Speicherchips die bereits hohen Erwartungen des Marktes übertreffen. Der Aktienkurs von SK Hynix stieg im Frühhandel zeitweise um 2,7 Prozent, ehe er anschließend wieder etwas nachließ. Seit Ende 2025 hat sich der Aktienkurs von SK Hynix mehr als verdoppelt, auch wenn die Euphorie seit der Jahresmitte deutlich nachgelassen hat. Mit einer Marktkapitalisierung von umgerechnet rund 660 Milliarden Euro zählt das Unternehmen inzwischen zu den wertvollsten der Welt.
Damit konnte der nach Samsung Electronics wichtigste Produzent von Speicherchips die bereits hohen Erwartungen des Marktes übertreffen. Der Aktienkurs von SK Hynix stieg im Frühhandel zeitweise um 2,7 Prozent, ehe er anschließend wieder etwas nachließ. Seit Ende 2025 hat sich der Aktienkurs von SK Hynix mehr als verdoppelt, auch wenn die Euphorie seit der Jahresmitte deutlich nachgelassen hat. Mit einer Marktkapitalisierung von umgerechnet rund 660 Milliarden Euro zählt das Unternehmen inzwischen zu den wertvollsten der Welt.
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Rechtsstreit zwischen Facebook und Künast wird dem EuGH vorgelegt
Der Rechtsstreit zwischen der früheren Grünen-Politikerin Renate Künast und dem US-Konzern Meta (vormals Facebook) um die Löschung von Falschzitaten geht vor den Europäischen Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg. Das hat der Bundesgerichtshof (BGH) am Dienstag entschieden. Der EuGH soll vorab klären, ob Soziale Netzwerke nicht nur die Pflicht haben, unwahre Zitate zu löschen, sondern darüber hinaus auch Varianten von Falschzitaten aktiv suchen und diese eliminieren müssen.
Der EuGH hatte das bisher nur für Online-Plattformen bejaht, die gegen Bezahlung Anzeigen einstellen. Ob das auch für Soziale Netzwerke gilt, in die Nutzer Informationen einstellen, ist bislang nicht geklärt. Gegebenenfalls müsste Meta dann selbst bewerten, wann „kerngleiche“ Varianten des Falschzitats vorliegen. Erst wenn der EuGH über die vom BGH gestellten Vorfragen entschieden hat, wird der BGH sein Urteil fällen.
Auf Facebook hatte ein Nutzer Künast mit dem Satz zitiert: „Integration fängt damit an, dass Sie als Deutscher mal Türkisch lernen.“ Das hatte sie aber nie gesagt. Facebook löschte den Eintrag auf Künasts Intervention hin, inzwischen war der Post aber vielfach geteilt worden. Künast fordert, dass Meta auch solche „kerngleichen“ Varianten aufspüren und löschen muss. Meta sieht sich zu solch einer präventiven Kontrolle nicht verpflichtet, zumal diese nicht automatisiert möglich sei, sondern manuell erfolgen müsse.
Der EuGH hatte das bisher nur für Online-Plattformen bejaht, die gegen Bezahlung Anzeigen einstellen. Ob das auch für Soziale Netzwerke gilt, in die Nutzer Informationen einstellen, ist bislang nicht geklärt. Gegebenenfalls müsste Meta dann selbst bewerten, wann „kerngleiche“ Varianten des Falschzitats vorliegen. Erst wenn der EuGH über die vom BGH gestellten Vorfragen entschieden hat, wird der BGH sein Urteil fällen.
Auf Facebook hatte ein Nutzer Künast mit dem Satz zitiert: „Integration fängt damit an, dass Sie als Deutscher mal Türkisch lernen.“ Das hatte sie aber nie gesagt. Facebook löschte den Eintrag auf Künasts Intervention hin, inzwischen war der Post aber vielfach geteilt worden. Künast fordert, dass Meta auch solche „kerngleichen“ Varianten aufspüren und löschen muss. Meta sieht sich zu solch einer präventiven Kontrolle nicht verpflichtet, zumal diese nicht automatisiert möglich sei, sondern manuell erfolgen müsse.
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Nach Milliarden-Abschreibung: Novartis-Chef verteidigt Zukäufe
Trotz eines massiven Gewinneinbruchs nach gescheiterten Medikamentenstudien hält Novartis-Chef Vas Narasimhan an seiner Übernahmestrategie fest. „Wir müssen unsere M&A-Strategie nicht ändern“, sagte er am Dienstag in einer Telefonkonferenz zur Quartalsbilanz. Der Schweizer Pharmakonzern schrieb 1,9 Milliarden Dollar auf das Muskelmedikament Del-Desiran ab, das im September in einer entscheidenden klinischen Studie sein Hauptziel verfehlt hatte. Der Wirkstoff stand im Zentrum der zwölf Milliarden Dollar schweren Übernahme des US-Biotechunternehmens Avidity. „Aus unserer Sicht bleibt die Avidity-Übernahme absolut auf Kurs“, sagte Narasimhan. „Es gab einen kleinen Rückschlag, was meiner Meinung nach normal ist, wenn man versucht, wissenschaftliche Pionierarbeit zu leisten.“
Die Abschreibung und ein höherer Zinsaufwand ließen den Nettogewinn im dritten Quartal um 70 Prozent auf 1,2 Milliarden Dollar einbrechen. Im operativen Geschäft legte Novartis dank starker Verkäufe von Medikamenten wie dem Brustkrebsmittel Kisqali kräftig zu. Der bereinigte operative Gewinn stieg um elf Prozent auf 6,04 Milliarden Dollar, der Umsatz wuchs um vier Prozent auf 14,5 Milliarden. Für das Gesamtjahr rechnet Novartis beim bereinigten operativen Gewinn nun mit einer Stagnation oder einem Zuwachs im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Bislang war ein Rückgang erwartet worden. Die Umsatzprognose blieb unverändert.
Der Basler Konzern hat turbulente Wochen hinter sich. Anfang September musste Novartis innerhalb weniger Tage Rückschläge bei Del-Desiran und dem Cholesterinsenker Pelacarsen – zwei von drei großen Hoffnungsträgern in der Pipeline – einräumen. Die Nachrichten kosteten das Unternehmen fast 30 Milliarden Dollar Börsenwert. Während Pelacarsen komplett abgeschrieben wurde, will der Konzern Del-Desiran nicht aufgeben. Die Wertminderung auf das ursprünglich mit 7,5 Milliarden Dollar in der Bilanz stehende Mittel erkläre sich durch die zeitliche Verzögerung der Entwicklung, sagte Finanzchef Mukul Mehta der Nachrichtenagentur Reuters.
Die Abschreibung und ein höherer Zinsaufwand ließen den Nettogewinn im dritten Quartal um 70 Prozent auf 1,2 Milliarden Dollar einbrechen. Im operativen Geschäft legte Novartis dank starker Verkäufe von Medikamenten wie dem Brustkrebsmittel Kisqali kräftig zu. Der bereinigte operative Gewinn stieg um elf Prozent auf 6,04 Milliarden Dollar, der Umsatz wuchs um vier Prozent auf 14,5 Milliarden. Für das Gesamtjahr rechnet Novartis beim bereinigten operativen Gewinn nun mit einer Stagnation oder einem Zuwachs im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Bislang war ein Rückgang erwartet worden. Die Umsatzprognose blieb unverändert.
Der Basler Konzern hat turbulente Wochen hinter sich. Anfang September musste Novartis innerhalb weniger Tage Rückschläge bei Del-Desiran und dem Cholesterinsenker Pelacarsen – zwei von drei großen Hoffnungsträgern in der Pipeline – einräumen. Die Nachrichten kosteten das Unternehmen fast 30 Milliarden Dollar Börsenwert. Während Pelacarsen komplett abgeschrieben wurde, will der Konzern Del-Desiran nicht aufgeben. Die Wertminderung auf das ursprünglich mit 7,5 Milliarden Dollar in der Bilanz stehende Mittel erkläre sich durch die zeitliche Verzögerung der Entwicklung, sagte Finanzchef Mukul Mehta der Nachrichtenagentur Reuters.
Auch wenn das Ziel verfehlt worden sei, deuteten die Studiendaten auf klinische Wirksamkeit hin, sagte Narasimhan. Das weitere Vorgehen werde mit den Gesundheitsbehörden abgestimmt. Zugleich wies er die Kritik von Investoren zurück: „Das ist einfach Teil der Medikamentenentwicklung, und ich denke, dass einige vielleicht überreagiert haben. Für uns ist das normales Tagesgeschäft, und wir machen unbeirrt weiter.“
Der Fehlschlag von Del-Desiran hatte das Vertrauen in die teure Zukaufsstrategie erschüttert. Großaktionär Artisan Partners forderte personelle Konsequenzen im Verwaltungsrat und warf dem Gremium mangelnde Kompetenz bei der Kontrolle von Übernahmen vor. Die Zukäufe hätten Wert vernichtet.
Auch die Mittelverwendung steht in der Kritik: Novartis hatte die Erlöse aus dem Verkauf seines Roche-Aktienpakets für Aktienrückkäufe und Übernahmen eingesetzt. Dadurch stieg die Nettoverschuldung seit Jahresbeginn von 21,9 Milliarden auf 37,4 Milliarden Dollar. Mehta verteidigte das Vorgehen: Dank eines starken operativen Mittelzuflusses (Free Cash-flow), der bis Ende des Jahrzehnts auf mehr als 20 Milliarden Dollar steigen solle, habe Novartis weiterhin Spielraum für kleinere Zukäufe und Aktienrückkäufe.
Der Fehlschlag von Del-Desiran hatte das Vertrauen in die teure Zukaufsstrategie erschüttert. Großaktionär Artisan Partners forderte personelle Konsequenzen im Verwaltungsrat und warf dem Gremium mangelnde Kompetenz bei der Kontrolle von Übernahmen vor. Die Zukäufe hätten Wert vernichtet.
Auch die Mittelverwendung steht in der Kritik: Novartis hatte die Erlöse aus dem Verkauf seines Roche-Aktienpakets für Aktienrückkäufe und Übernahmen eingesetzt. Dadurch stieg die Nettoverschuldung seit Jahresbeginn von 21,9 Milliarden auf 37,4 Milliarden Dollar. Mehta verteidigte das Vorgehen: Dank eines starken operativen Mittelzuflusses (Free Cash-flow), der bis Ende des Jahrzehnts auf mehr als 20 Milliarden Dollar steigen solle, habe Novartis weiterhin Spielraum für kleinere Zukäufe und Aktienrückkäufe.
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BayernLB-Chef Winkelmeier geht vorzeitig
Der Vorstandsvorsitzende der Bayerischen Landesbank (BayernLB), Stephan Winkelmeier, wird vorzeitig am 30. September 2027 gehen. Ein Unternehmenssprecher bestätigte am Dienstag einen Bericht des Finanzportals „Finanz-Szene“, das zuerst darüber berichtet hatte. Nach Angaben des Sprechers hat Winkelmeier den Aufsichtsrat über seinen Entschluss bereits vor einiger Zeit informiert. Der Vertrag des 59 Jahre alten Vorstandsvorsitzenden wäre bis Juni 2029 gelaufen. Die Eigentümer und der Aufsichtsrat der BayernLB bedauerten seine Entscheidung sehr.
Über die Nachfolge von Winkelmeier würden die Gremien der Bank zu gegebener Zeit entscheiden. Als möglichen Nachfolger hatte „Finanz-Szene“ den Finanzvorstand Andre Haag (Jahrgang 1982) ins Spiel gebracht. Er trat seinen Posten am 1. Juli an und kam von der niederländischen ASN Bank. „Mit seiner langjährigen Führungserfahrung und seinem internationalen Hintergrund sind wir überzeugt, dass er das Vorstandsgremium inhaltlich wie kulturell nachhaltig bereichern wird“, hatte Aufsichtsratsvorsitzender Wolf Schumacher ihn begrüßt.
Unter Winkelmeier hat sich die BayernLB stabilisiert und erzielt wieder hohe Gewinne. Die Erträge treibt aber die Direktbank DKB, die 85 Prozent zum Gewinn beiträgt.
Über die Nachfolge von Winkelmeier würden die Gremien der Bank zu gegebener Zeit entscheiden. Als möglichen Nachfolger hatte „Finanz-Szene“ den Finanzvorstand Andre Haag (Jahrgang 1982) ins Spiel gebracht. Er trat seinen Posten am 1. Juli an und kam von der niederländischen ASN Bank. „Mit seiner langjährigen Führungserfahrung und seinem internationalen Hintergrund sind wir überzeugt, dass er das Vorstandsgremium inhaltlich wie kulturell nachhaltig bereichern wird“, hatte Aufsichtsratsvorsitzender Wolf Schumacher ihn begrüßt.
Unter Winkelmeier hat sich die BayernLB stabilisiert und erzielt wieder hohe Gewinne. Die Erträge treibt aber die Direktbank DKB, die 85 Prozent zum Gewinn beiträgt.
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Beiersdorf bremst Rückgang bei Nivea
Der Konsumgüterkonzern Beiersdorf hat den Abwärtstrend seiner Kernmarke Nivea im dritten Quartal etwas gebremst. Die Hamburger verbuchten von Juli bis September im Konzern einen Rückgang des organischen Umsatzes um 1,3 Prozent auf 2,4 Milliarden Euro, wie sie am Dienstag mitteilten. Die Geschäfte mit Nivea schrumpften dabei um 4,9 Prozent, im Halbjahr waren es noch 7,5 Prozent gewesen. „Im dritten Quartal hat sich die Geschäftsentwicklung in unserem gesamten Consumer-Geschäft im Vergleich zur ersten Jahreshälfte verbessert“, bilanzierte Konzernchef Vincent Warnery.
Für 2026 rechnet Warnery weiter mit einem organischen Umsatzminus im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Die Gewinnmarge wird bei mindestens 11,8 Prozent erwartet, im Vorjahr waren es 14 Prozent gewesen. Warnery hatte sich für 2026 bereits auf ein unsicheres Marktumfeld eingestellt. Nivea ist nach Jahren des Wachstums unter Druck geraten. Die Verbraucher achten angesichts hoher Lebenshaltungskosten stärker auf den Preis und sind wählerischer geworden. Beiersdorf will gegensteuern und das Angebot bei Nivea ausweiten. Es soll günstigere Produkte geben und das Werbebudget allein im zweiten Halbjahr um 100 Millionen Euro steigen. Es gebe erste Anzeichen, dass der Plan greife, erklärte Beiersdorf.
Für 2026 rechnet Warnery weiter mit einem organischen Umsatzminus im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Die Gewinnmarge wird bei mindestens 11,8 Prozent erwartet, im Vorjahr waren es 14 Prozent gewesen. Warnery hatte sich für 2026 bereits auf ein unsicheres Marktumfeld eingestellt. Nivea ist nach Jahren des Wachstums unter Druck geraten. Die Verbraucher achten angesichts hoher Lebenshaltungskosten stärker auf den Preis und sind wählerischer geworden. Beiersdorf will gegensteuern und das Angebot bei Nivea ausweiten. Es soll günstigere Produkte geben und das Werbebudget allein im zweiten Halbjahr um 100 Millionen Euro steigen. Es gebe erste Anzeichen, dass der Plan greife, erklärte Beiersdorf.
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Mercedes-Benz senkt Gewinnprognose
Mercedes-Benz hat mit Verweis auf das schwache China-Geschäft und steigende Kosten seine Gewinnprognose für dieses Jahr gesenkt. Das Betriebsergebnis werde jetzt auf Vorjahresniveau statt deutlich darüber erwartet, erklärte der Dax-Konzern am Dienstag in einer Pflichtmitteilung. Im Hauptgeschäftsfeld Mercedes-Benz Cars werde eine Marge von zwei bis drei Prozent erwartet – bisher war die Prognosespanne drei bis fünf Prozent gewesen.
Einen Tag vor der offiziellen Bekanntgabe nannte Mercedes-Benz vorläufige Zahlen für das dritte Quartal. Das Betriebsergebnis lag demnach mit 1,77 Milliarden Euro über der Markterwartung von 1,6 Milliarden Euro. Die Pkw-Sparte erzielte eine bereinigte Rendite von 2,5 Prozent, in etwa so, wie von Analysten erwartet. Das kleinere Geschäftsfeld Vans verdiente mit einer Marge von 9,4 Prozent mehr als die Schätzungen am Finanzmarkt.
Einen Tag vor der offiziellen Bekanntgabe nannte Mercedes-Benz vorläufige Zahlen für das dritte Quartal. Das Betriebsergebnis lag demnach mit 1,77 Milliarden Euro über der Markterwartung von 1,6 Milliarden Euro. Die Pkw-Sparte erzielte eine bereinigte Rendite von 2,5 Prozent, in etwa so, wie von Analysten erwartet. Das kleinere Geschäftsfeld Vans verdiente mit einer Marge von 9,4 Prozent mehr als die Schätzungen am Finanzmarkt.
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Porsche verkauft weniger Autos – aber Gewinn steigt
Der Sportwagen- und SUV-Bauer Porsche AG hat angesichts gesunkener Verkäufe im dritten Quartal noch etwas weniger Geschäft verbucht als erwartet. Der Umsatz ging um 7,5 Prozent auf 8,05 Milliarden Euro zurück, wie das MDax-Unternehmen in Stuttgart mitteilte. Operativ verdiente der Autobauer aus dem VW-Konzern mit 387 Millionen Euro wieder Geld, nachdem ein Jahr zuvor Sonderkosten das operative Ergebnis auf minus 966 Millionen hatten absacken lassen.
Bei Umsatz und operativem Ergebnis hatten Analysten etwas mehr auf dem Zettel. Die Profitabilität traf mit einer Marge von 4,8 Prozent jedoch die Erwartungen. Porsche-Chef Michael Leiters bestätigte den Jahresausblick.
Nach neun Monaten steht für die Stuttgarter unter dem Strich ein Gewinn nach Steuern von 1,82 Milliarden Euro zu Buche. Ein Jahr zuvor waren es wegen der Neuausrichtung des schwächelnden Sportwagenbauers nur 114 Millionen Euro Gewinn.
Porsche steht vor allem wegen des Einbruchs in China deutlich unter Druck. Im bisherigen Jahr sanken die Auslieferungen insgesamt um 16 Prozent auf 178.352 Autos. Zudem schwenkten die Schwaben in ihrem Elektrokurs um. Sie stecken künftig wieder verstärkt Geld in die Entwicklung von Verbrennerantrieben, weil die Kunden im Luxus- und Sportwagensegment mit Elektroautos fremdeln.
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Audi-Chef Döllner rechtfertigt sich für Auftritt mit Trump
Audi-Chef Gernot Döllner rechtfertigt sich für seinen Auftritt zusammen mit US-Präsident Donald Trump, der ihm massive Kritik und die Forderung nach seinem Rücktritt eingebracht hat. Man habe im Interesse des Unternehmens gehandelt, betont er in einem internen Schreiben an die Mitarbeiter, das der dpa vorliegt. Eine Stellungnahme auf der Audi-Website geht in eine ähnliche Richtung. In beiden räumt Döllner aber auch ein, dass der Auftritt „Fragen und auch Unverständnis“ ausgelöst habe.
Produktionsvorstand Gerd Walker und er seien in Georgia gewesen, um die Gespräche und Verhandlungen über das geplante Werk voranzubringen. „Im Rahmen unserer Gespräche wurden wir gebeten, unsere Pläne gemeinsam mit dem Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika öffentlich vorzustellen“, schreibt Döllner. „Die Entscheidung, dieser Einladung zu folgen, haben wir ausschließlich im Interesse des Unternehmens getroffen.“ Da die Gespräche vertraulich waren, habe man zudem nicht vorab darüber informieren können. „Gleichzeitig sehen wir, dass der Rahmen der Ankündigung als politisches Signal wahrgenommen wurde“, schreibt Döllner. „Das nehmen wir sehr ernst.“ Man stehe zu den Werten des Unternehmens, trage aber ebenso Verantwortung für die wirtschaftliche Zukunft von Audi.
Produktionsvorstand Gerd Walker und er seien in Georgia gewesen, um die Gespräche und Verhandlungen über das geplante Werk voranzubringen. „Im Rahmen unserer Gespräche wurden wir gebeten, unsere Pläne gemeinsam mit dem Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika öffentlich vorzustellen“, schreibt Döllner. „Die Entscheidung, dieser Einladung zu folgen, haben wir ausschließlich im Interesse des Unternehmens getroffen.“ Da die Gespräche vertraulich waren, habe man zudem nicht vorab darüber informieren können. „Gleichzeitig sehen wir, dass der Rahmen der Ankündigung als politisches Signal wahrgenommen wurde“, schreibt Döllner. „Das nehmen wir sehr ernst.“ Man stehe zu den Werten des Unternehmens, trage aber ebenso Verantwortung für die wirtschaftliche Zukunft von Audi.
Döllner verteidigte auch die Entscheidung für den Bau eines Werks. „Eine lokale Produktion in den USA ist für Audi von großer strategischer und wirtschaftlicher Bedeutung.“ Die USA seien der zweitgrößte Premiummarkt der Welt, das Geschäft von Audi dort aber „heute nicht profitabel“. Viele Konkurrenten hatten bereits seit Jahren eine lokale Produktion. Eine eigene Fertigung ermögliche es Audi wettbewerbsfähiger zu werden, Handels- und Währungsrisiken zu reduzieren und unser Wachstumspotenzial besser zu nutzen. „Ein stärkeres US-Geschäft ist daher keine Entscheidung gegen Deutschland, sondern ein wichtiger Beitrag zur globalen Wettbewerbsfähigkeit von Audi und zur langfristigen Sicherung des Unternehmenserfolges“, betont der Chef des Autobauers.
Der gemeinsame Auftritt mit Trump hatte für große Überraschung aber auch scharfe Kritik bis hin zur Rücktrittsforderung gesorgt. Ein Aspekt dabei ist, dass Audi in internen Regeln in den drei letzten Monaten vor Wahlen öffentlich wirksame Termine mit zur Wahl stehenden Parteien oder Politikern ausschließt. In den USA sind am 3. November aber Zwischenwahlen.
Audi erklärte, dass bei der Entscheidung „die Möglichkeit, die Voraussetzungen für eine langfristige Investition von Audi in den USA voranzubringen“ im Mittelpunkt gestanden habe. „Ein solches Investment ist auf Jahrzehnte und damit weit über einzelne Wahlperioden hinaus angelegt. In dieser besonderen Situation galt es, das Unternehmensinteresse und ein konkretes Zeitfenster für das Vorhaben angemessen zu berücksichtigen.“ Die internen Grundsätze stelle man damit nicht infrage. „Die Teilnahme diente ausschließlich der Wahrnehmung konkreter Unternehmensinteressen im Zusammenhang mit dem geplanten Investitionsvorhaben und war nicht Ausdruck einer parteipolitischen Positionierung.“
Der gemeinsame Auftritt mit Trump hatte für große Überraschung aber auch scharfe Kritik bis hin zur Rücktrittsforderung gesorgt. Ein Aspekt dabei ist, dass Audi in internen Regeln in den drei letzten Monaten vor Wahlen öffentlich wirksame Termine mit zur Wahl stehenden Parteien oder Politikern ausschließt. In den USA sind am 3. November aber Zwischenwahlen.
Audi erklärte, dass bei der Entscheidung „die Möglichkeit, die Voraussetzungen für eine langfristige Investition von Audi in den USA voranzubringen“ im Mittelpunkt gestanden habe. „Ein solches Investment ist auf Jahrzehnte und damit weit über einzelne Wahlperioden hinaus angelegt. In dieser besonderen Situation galt es, das Unternehmensinteresse und ein konkretes Zeitfenster für das Vorhaben angemessen zu berücksichtigen.“ Die internen Grundsätze stelle man damit nicht infrage. „Die Teilnahme diente ausschließlich der Wahrnehmung konkreter Unternehmensinteressen im Zusammenhang mit dem geplanten Investitionsvorhaben und war nicht Ausdruck einer parteipolitischen Positionierung.“
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Rechnungshof kritisiert Bahn-Sanierungen
Der Bundesrechnungshof wirft der Bahn erhebliche Mängel bei der Sanierung hoch belasteter Bahnstrecken vor. „Die ersten Korridorsanierungen zeigen gravierende Fehlentwicklungen“, heißt es in einem Bericht des Rechnungshofs an den Haushaltsausschuss des Bundestags. Bisherige Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen seien „fehlerhaft und nicht belastbar“. Der Bericht lag der Deutschen Presse-Agentur vor.
Die Bahn-Sparte DB InfraGO halte Versprechen weitgehend nicht ein, heißt es darin. Der Bundesrechnungshof halte ein „konsequentes Nachsteuern“ für unerlässlich. Das Bundesverkehrsministerium habe in einer Stellungnahme die Feststellungen des Rechnungshofs nicht entkräftet, sondern bestätige vielmehr bestehende Defizite bei den Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen und der Erfolgskontrolle.
Mit den Korridorsanierungen sollen in den kommenden Jahren hoch belastete Strecken wieder auf Vordermann gebracht werden. Nach Problemen bei den ersten Maßnahmen hatten Bahn und Bund vor zwei Wochen bekanntgegeben, dass in den kommenden fünf Jahren deutlich weniger Strecken saniert werden als bisher geplant. Zudem soll nach Abschluss der Bauarbeiten der Zugverkehr künftig nur schrittweise wieder hochgefahren werden – statt, dass wie bisher an einem bestimmten Datum alle Verkehrsträger wieder fahren sollten. Bei den bislang abgeschlossenen Generalsanierungen hatte es nach Abschluss der Arbeiten immer wieder Probleme etwa mit verspäteten Zügen gegeben.
Das Konzept der Korridorsanierung sieht vor, dass vielbefahrene Bahnstrecken über Monate gesperrt und grundlegend saniert werden. Dafür sollten sie im Anschluss deutlich weniger störanfällig sein. Damit soll sich die Pünktlichkeit im gesamten Netz verbessern.
Der Bundesrechnungshof fordert in dem Bericht das Verkehrsministerium auf, die Wirtschaftlichkeit und den Erfolg der Korridorsanierungen „haushaltsrechtskonform“ nachzuweisen und die festgestellten Defizite zu beheben. Die Wirtschaftlichkeit jeder Korridorsanierung müsse gesondert nachgewiesen werden. „Für die Milliardeninvestitionen in Korridorsanierungen fehlt eine tragfähige Entscheidungsgrundlage.“ Dem Haushaltsausschuss fehlten wesentliche Informationen, um seine parlamentarische Budget- und Kontrollverantwortung wahrnehmen zu können. Bei den ersten abgeschlossenen Korridorsanierungen seien die Kosten zum Teil erheblich gestiegen.
Die Bahn habe die in Aussicht gestellte „Baufreiheit“ bei den Korridorsanierungen von zunächst zehn auf fünf Jahre verringert. Auch die fünfjährige Baufreiheit aber halte sie bereits jetzt wegen nachgelagerter Arbeiten und der Beseitigung von Mängeln nicht ein.
Die Bahn-Sparte DB InfraGO halte Versprechen weitgehend nicht ein, heißt es darin. Der Bundesrechnungshof halte ein „konsequentes Nachsteuern“ für unerlässlich. Das Bundesverkehrsministerium habe in einer Stellungnahme die Feststellungen des Rechnungshofs nicht entkräftet, sondern bestätige vielmehr bestehende Defizite bei den Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen und der Erfolgskontrolle.
Mit den Korridorsanierungen sollen in den kommenden Jahren hoch belastete Strecken wieder auf Vordermann gebracht werden. Nach Problemen bei den ersten Maßnahmen hatten Bahn und Bund vor zwei Wochen bekanntgegeben, dass in den kommenden fünf Jahren deutlich weniger Strecken saniert werden als bisher geplant. Zudem soll nach Abschluss der Bauarbeiten der Zugverkehr künftig nur schrittweise wieder hochgefahren werden – statt, dass wie bisher an einem bestimmten Datum alle Verkehrsträger wieder fahren sollten. Bei den bislang abgeschlossenen Generalsanierungen hatte es nach Abschluss der Arbeiten immer wieder Probleme etwa mit verspäteten Zügen gegeben.
Das Konzept der Korridorsanierung sieht vor, dass vielbefahrene Bahnstrecken über Monate gesperrt und grundlegend saniert werden. Dafür sollten sie im Anschluss deutlich weniger störanfällig sein. Damit soll sich die Pünktlichkeit im gesamten Netz verbessern.
Der Bundesrechnungshof fordert in dem Bericht das Verkehrsministerium auf, die Wirtschaftlichkeit und den Erfolg der Korridorsanierungen „haushaltsrechtskonform“ nachzuweisen und die festgestellten Defizite zu beheben. Die Wirtschaftlichkeit jeder Korridorsanierung müsse gesondert nachgewiesen werden. „Für die Milliardeninvestitionen in Korridorsanierungen fehlt eine tragfähige Entscheidungsgrundlage.“ Dem Haushaltsausschuss fehlten wesentliche Informationen, um seine parlamentarische Budget- und Kontrollverantwortung wahrnehmen zu können. Bei den ersten abgeschlossenen Korridorsanierungen seien die Kosten zum Teil erheblich gestiegen.
Die Bahn habe die in Aussicht gestellte „Baufreiheit“ bei den Korridorsanierungen von zunächst zehn auf fünf Jahre verringert. Auch die fünfjährige Baufreiheit aber halte sie bereits jetzt wegen nachgelagerter Arbeiten und der Beseitigung von Mängeln nicht ein.
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Meta plant Kapitalerhöhung in Milliarden-Höhe
Die Facebook-Mutter Meta gibt für die Finanzierung zusätzlicher KI-Rechenzentren neue Aktien aus. Hierzu würden zunächst Stammaktien und wandelbare Vorzugsaktien im Gesamtvolumen von 35 Milliarden Dollar emittiert, teilte der US-Konzern am Montag mit. Darüber hinaus würden Investoren voraussichtlich ab dem ersten Quartal 2027 stimmrechtslose Anteilsscheine in Höhe von bis zu 60 Milliarden Dollar angeboten. Chip-Hersteller wie AMD, Broadcom und Nvidia hätten Interesse am Kauf von Meta-Stammaktien angemeldet. Die bereits gehandelten Papiere stiegen daraufhin im vorbörslichen Handel an der Wall Street um 2,3 Prozent.
Meta will im laufenden Jahr zwischen 135 und 145 Milliarden Dollar in den Ausbau der KI-Infrastruktur investieren. Die Gesamtausgaben hierfür dürften sich über mehrere Jahre auf 825 Milliarden Dollar summieren. Die Pläne für die Kapitalerhöhung hatte das Unternehmen anlässlich der Präsentation der Quartalsergebnisse in der vergangenen Woche verkündet, nachdem es erstmals seit mehr als zehn Jahren einen negativen Free Cash Flow verzeichnet hatte.
Firmenchef Mark Zuckerberg betonte bei dieser Gelegenheit, dass sich die Investitionen auszahlten. Er gab zudem einen überraschend optimistischen Ausblick. Dennoch stiegen die Kosten für eine Versicherung gegen einen Zahlungsausfall von Meta seither zeitweise auf ein Rekordhoch. Anlegern bereiten die enormen Kosten für den Bau neuer Rechenzentren zunehmend Sorgen. Sie bezweifeln, dass sich die Investitionen auszahlen werden und befürchten massive Abschreibungen. Dennoch zapfen auch andere Technologiekonzerne wie SpaceX den Kapitalmarkt in großem Umfang an.
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Biontech verzeichnet Rückschlag bei Krebsmittel
Der Mainzer Biotechkonzern Biontech und sein chinesischer Partner Dualitybio prüfen das weitere Vorgehen für ihren Wirkstoff Trastuzumab Pamirtecan bei einer bestimmten Form von Brustkrebs. Eine globale Phase-3-Studie bei Patientinnen mit fortgeschrittenem Brustkrebs habe zwar das vorrangige Studienziel erreicht, teilte Biontech am Montag mit. Das Fortschreiten der Krankheit sei jedoch nur moderat verzögert worden. Zudem sei eine höhere Rate an Lungenerkrankungen beobachtet worden als in früheren Studien mit dem Mittel, darunter auch schwere und tödliche Verläufe. Angesichts verfügbarer Behandlungsalternativen sei der potenzielle Nutzen für die Patientinnen daher begrenzt.
Biontech-Aktien verloren an der Börse in Frankfurt bis zu 4,7 Prozent. Die beiden Unternehmen wollen die Daten nun gemeinsam auswerten und über die nächsten Schritte für dieses Anwendungsgebiet entscheiden. Trastuzumab Pamirtecan wird Biontech zufolge derzeit auch in einer weiteren Phase-3-Studie bei Gebärmutterkrebs sowie in einer frühen Studie bei fortgeschrittenen soliden Tumoren untersucht.
Die Ergebnisse sind ein Rückschlag für das Onkologie-Programm der Mainzer, in das der Konzern stark investiert hat. Biontech hatte sich im April 2023 die weltweiten Rechte an dem Mittel mit Ausnahme Chinas gesichert. Dafür flossen 170 Millionen Dollar im Voraus an Dualitybio. Zudem wurden Meilensteinzahlungen von potentiell mehr als 1,5 Milliarden Dollar vereinbart. Im September 2025 hatten die Partner einen Erfolg mit dem Medikament in einer anderen Phase-3-Studie in China bei Brustkrebs gemeldet. Daraufhin hatte Dualitybio Gespräche mit den dortigen Behörden über einen Zulassungsantrag angekündigt.
Biontech-Aktien verloren an der Börse in Frankfurt bis zu 4,7 Prozent. Die beiden Unternehmen wollen die Daten nun gemeinsam auswerten und über die nächsten Schritte für dieses Anwendungsgebiet entscheiden. Trastuzumab Pamirtecan wird Biontech zufolge derzeit auch in einer weiteren Phase-3-Studie bei Gebärmutterkrebs sowie in einer frühen Studie bei fortgeschrittenen soliden Tumoren untersucht.
Die Ergebnisse sind ein Rückschlag für das Onkologie-Programm der Mainzer, in das der Konzern stark investiert hat. Biontech hatte sich im April 2023 die weltweiten Rechte an dem Mittel mit Ausnahme Chinas gesichert. Dafür flossen 170 Millionen Dollar im Voraus an Dualitybio. Zudem wurden Meilensteinzahlungen von potentiell mehr als 1,5 Milliarden Dollar vereinbart. Im September 2025 hatten die Partner einen Erfolg mit dem Medikament in einer anderen Phase-3-Studie in China bei Brustkrebs gemeldet. Daraufhin hatte Dualitybio Gespräche mit den dortigen Behörden über einen Zulassungsantrag angekündigt.
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