Energie : Viel Staub um Braunkohle
Die Braunkohle bleibt im RWE-Verbund.
Mit seiner Minibeteiligung an RWE hat der aktivistische Investor Enkraft eine Menge Wirbel ausgelöst, aber am Ende wirkte es wie ein Sturm im Wasserglas. Natürlich würde eine schnellere Abspaltung des schmutzigen und bei nachhaltigen Anlegern verpönten Braunkohlegeschäftes der Bewertung guttun. Richtig ist aber auch, dass sich RWE nicht verkämpfen sollte. Der Kompromiss zum Kohleausstieg bringt dem Konzern Milliarden-Entschädigungen. Er legt allerdings auch fest, dass die Braunkohle nur mit Zustimmung von Bund und Land aus dem Konzernverbund herausgetrennt werden darf. Eine Lösung im Alleingang ist deshalb von vorneherein zum Scheitern verurteilt. Sehr viel aussichtsreicher erscheint es, den Dialog mit der Politik zu suchen und auszuloten, wie die im Koalitionsvertrag skizzierte Stiftungslösung aussehen könnte. Bei einer schnellen Abspaltung wäre auch für die Umwelt nichts gewonnen: Kohlendioxid einzusparen setzt voraus, die Erneuerbaren mit Hochdruck weiter auszubauen. Dabei ist RWE auf gutem Weg – auch wenn die Braunkohlemeiler nun vielleicht vorübergehend sogar wieder hochgefahren werden müssen.
Zugang zu allen FAZ+ Beiträgen (Originalpreis: 13,80 €) jetzt nur 0,99 €
Zugang zu allen FAZ+ Beiträgen (Originalpreis: 13,80 €) jetzt nur 0,99 €
- Mit einem Klick online kündbar








