Thyssen-Krupp in der Krise : Kahlschlag im Ruhrkonzern

Thyssen-Krupp streicht global weitere 7400 Stellen in diesem Jahr. Erst nach einer drastischen Schrumpfkur, die auch das Herz des Unternehmens im Ruhrgebiet trifft, könnte es besser werden. Konzernchefin Martina Merz spricht von „schmerzhaften Schritten“.
Anfang des Jahres, das Coronavirus schien noch weit weg, gab es bei Thyssen-Krupp einige Wochen, in denen so etwas wie ein Hauch von „Aufbruchsstimmung“ aufkam. Die Verhandlungen über den Verkauf des Aufzuggeschäftes gingen in die Endphase, mehr als 17 Milliarden Euro, viel mehr als anfangs erwartet, sollten die leeren Konzernkassen füllen. Die größten Löcher schienen gestopft, es ließ sich für den Start in eine neue Zukunft planen. Und dabei spielte der Stahl für den Vorstand um Martina Merz noch eine zentrale Rolle. Hochöfen und Hüttenwerke sollten wieder stärker in den Mittelpunkt rücken, ein „Zukunftspakt Stahl“ die jahrelang vernachlässigte Sparte nach vorne bringen.





