WSI-Studie : Tariflöhne steigen 2021 um 1,7 Prozent

Die Verbraucherpreise allerdings steigen deutlich mehr: Wegen der hohen Inflation steht unter dem Strich „ein ungewöhnlich starker Reallohnverlust“ von 1,4 Prozent. Corona-Prämien können den Kaufkraftverlust zumindest etwas abmildern.
Die Tariflöhne der Beschäftigten steigen einer Studie zufolge in diesem Jahr erheblich langsamer als die Inflation. Das durchschnittliche Lohnplus belaufe sich auf 1,7 Prozent, geht aus der am Donnerstag veröffentlichten Bilanz des Tarifarchivs des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der gewerkschftsnahen Hans-Böckler-Stiftung hervor. Die Verbraucherpreise dürften dagegen mit 3,1 Prozent deutlich schneller zulegen, woraus sich „ein ungewöhnlich starker Reallohnverlust“ von 1,4 Prozent ergebe. Allerdings werde dieser Kaufkraftverlust durch steuer- und abgabenfreie Corona-Prämien in vielen Branchen abgemildert. Diese lagen zwischen 90 Euro in der Süßwarenindustrie und 1300 Euro im öffentlichen Dienst der Ländern. Insbesondere die unteren Einkommensgruppen würden besonders stark von den Corona-Prämien profitieren.





