FAZ+ (abopflichtiger Inhalt);EU und Schweiz :
Schweizer Ängste vor den großen Nachbarn

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Selber abstimmen: hier in der Schweizer Landsgemeinde im Kanton Glarus
Selber abstimmen: hier in der Schweizer Landsgemeinde im Kanton GlarusPicture Alliance

Die Schweiz debattiert neue Verträge mit der EU: Teile der Wirtschaft und die Rechtspopulisten warnen vor einem Unterwerfungsvertrag. Die Befürworter setzen auf Schutzklauseln und mehr Rechtssicherheit. Es ist ein emotionaler Balanceakt.

Warum sollte die Schweiz ihr wackeliges Verhältnis zur Europäischen Union auf eine solide Grundlage stellen? Auf diese Frage hin erzählt der Unternehmer Simon Michel gerne vom Weg eines Teddybären aus einer Spielzeugwarenfabrik im schweizerischen Thun: Das Kuscheltier muss zahllose Tests bestehen, bevor es in den Verkauf gehen darf. Wie zum Beispiel, ob die angenähten Augen nicht abreißen, auf dass Kleinkinder sie nicht verschlucken und daran ersticken können. Das untersucht die Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (EMPA). Wenn sie ihr Okay gibt, darf der Bär nicht nur in der kleinen Schweiz angeboten werden, sondern automatisch auch in der großen EU mit ihren 450 Millionen Einwohnern in 27 Ländern. Dafür sorgt das Abkommen über die „gegenseitige Anerkennung von Konformitätsbewertungen“.

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