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480 Milliarden für Amerika : Weiteres großes Konjunkturpaket kommt

  • Aktualisiert am

Präsident Donald Trump übergibt dem Mehrheitsführer des Senats, Mitch McConnell (3. vl), Ende März den Stift, mit dem er das erste Corona-Hilfspaket unterzeichnet hat. Bild: AP

Im März hatten die Vereinigten Staaten ein Konjunkturprogramm in Höhe von 2,2 Billionen Dollar aufgelegt. Weil das nicht reicht, sollen noch einmal 480 Milliarden Dollar freigegeben werden.

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          In Amerika haben sich Republikaner und Demokraten nach Angaben des Mehrheitsführers im Senat auf ein weiteres Konjunkturpaket in Höhe von 480 Milliarden Dollar (441,7 Mrd Euro) geeinigt. Das entsprechende Gesetzespaket solle nun rasch verabschiedet werden, erklärte der Republikaner Mitch McConnell am Dienstag. Das Parlament hatte im März bereits ein umfassendes Corona-Konjunkturprogramm in Höhe von rund 2,2 Billionen Dollar beschlossen.

          Mit dem neuen Paket soll demnach ein erfolgreiches Kreditprogramm für kleine und mittlere Unternehmen um 320 Milliarden Dollar aufgestockt werden. Mit den Krediten, die später erlassen werden können, soll der Anstieg der Arbeitslosigkeit in den Vereinigten Staaten begrenzt werden. Für ein weiteres Kreditprogramm sollen 60 Milliarden Dollar zur Verfügung gestellt werden, zudem 75 Milliarden Dollar für das Gesundheitswesen und weitere 25 Milliarden Dollar für Coronavirus-Tests und Forschung.

          Die Mittel des Kreditprogramms für Arbeitgeber aus dem vorigen Konjunkturpaket in Höhe von 350 Milliarden Dollar waren vergangene Woche bereits ausgeschöpft worden. Die Republikaner hatten daher auf eine Erhöhung gedrängt. Die Demokraten wollten dem aber nur zustimmen, wenn es auch zusätzliche Mittel für das Gesundheitswesen und Coronavirus-Tests geben würde. Sie wollten ursprünglich auch zusätzliche Mittel für Bundesstaaten und Kommunen, deren Einnahmen wegen der Epidemie des neuartigen Coronavirus einbrechen.

          Der Senat könnte noch im Laufe des Tages über das Paket abstimmen, das Repräsentantenhaus vermutlich am Donnerstag. Präsident Donald Trump hat seine Unterstützung bereits signalisiert.

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