Ärger nach BGH-Gebührenurteil : Mehr Beschwerden von Bankkunden
Immer mehr Bankkunden beschweren sich wegen der Gebührenerhöhungen.
dpa. Frankfurt ⋅ Immer mehr Bankkunden in Deutschland ärgern sich über ihr Kreditinstitut. Vor allem das Verhalten einiger Geldhäuser nach dem Gebührenurteil des Bundesgerichtshofs vom April 2021 sorgt für Verdruss. Insgesamt gingen bei der Finanzaufsicht Bafin im vergangenen Jahr 12 383 Beschwerden von Bankkunden ein, wie aus Daten der Finanzaufsicht hervorgeht. Ein Jahr zuvor waren es noch 9409 und damit deutlich weniger. Im Jahr 2019 wurden nur 8408 Beschwerden gezählt. Allein rund 1980 Beschwerden gab es wegen Änderungen der allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) im Zusammenhang mit dem Gebührenurteil des Bundesgerichtshofs (BGH). Dabei ging es den Angaben zufolge vor allem um die Erstattung von Kontoführungsentgelten. Verbraucher beschwerten sich aber auch über die Vorgehensweise einiger Institute bei der Vereinbarung neuer AGB. Teilweise hätten sich Kunden unter Druck gesetzt und zur Zustimmung genötigt gefühlt. „Dass allein fast ein Fünftel aller Verbraucherbeschwerden AGB-Änderungen betraf, zeigt noch einmal, dass viele Banken in ihren Kundenbeziehungen deutlich nachbessern müssen“, mahnte Bafin-Direktor Thorsten Pötzsch.
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