Finanzpolitik in Krisen : Die Bazooka ist wieder da

Vor genau fünf Jahren setzte der Bund in der Coronapandemie schon einmal ein gewaltiges Finanzpaket auf. Die Parallelen zur Debatte heute sind nicht zu übersehen.
Der 13. März 2020 war ein Tag, den man im Berliner Regierungsviertel nicht vergessen wird. Vor der blauen Wand der Bundespressekonferenz stellten Finanzminister Olaf Scholz (SPD) und Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) an jenem Tag wegen des sich ausbreitenden Coronavirus ihr „Schutzschild für Beschäftigte und Unternehmen“ vor. Zu diesem Zeitpunkt war das gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben in Deutschland noch nicht auf ein Minimum zurückgefahren. Der erste Corona-Lockdown sollte erst gut eine Woche später beginnen. Aber die Dramatik der Lage klang in den Aussagen der beiden Minister schon durch. Einen Kreditrahmen „ohne Begrenzung“ versprachen sie. „Es wird nicht gekleckert, es wird geklotzt.“ Und: „Es ist genug Geld vorhanden.“
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