Der Tourismus lahmt : Rhodos ohne Zukunft

Die griechische Insel Rhodos galt einmal als Maserati der Tourismusbranche. Heute ist Rhodos bestenfalls ein Kleinwagen. Die Probleme der Hoteliers sind symptomatisch für das Land.
Eigentlich waren die Tourismusunternehmer auf der griechischen Insel Rhodos in diesem Jahr so optimistisch wie nie zuvor. Sie leben von den Gästen im Sommer. Und endlich sollte es wieder bergauf gehen. Denn die Bilder der Tausenden von Flüchtlingen, die im vergangenen Jahr manche Urlauber von den Inseln im Osten der Ägäis ferngehalten haben, blieben aus. Zugleich werden benachbarte Urlaubsziele wie die Türkei und Ägypten wegen Terrorgefahren gemieden. Doch statt der erwarteten Traumrekorde gibt es nun auf Griechenlands zweitwichtigster Tourismusinsel vor allem lange Gesichter. „Unsere Erwartungen waren kräftig in die Höhe geschnellt“, sagt Andonis Cambourakis, Vorsitzender des Hoteliersverbandes in Rhodos. „Doch die Umstände sind nun doch anders“.





