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Staatsanleihe-Programm : So kauft die EZB

  • Aktualisiert am

Bild: Frank Röth

Die EZB kauft Staatsanleihen für mehr als 1 Billion Euro. Hier kommen die drei wichtigsten Punkte, die Sie darüber wissen müssen.

          Die EZB startet ein gigantisches Kaufprogramm, das, auch Staatsanleihen beinhaltet. Das sind die wichtigsten Punkte:

          Volumen: 1,1 Billionen Euro

          Die EZB wird jeden Monat Anleihen im Volumen von 60 Milliarden Euro kaufen. Das Programm geht im März los und soll bis September 2016 laufen. Daraus ergibt sich ein Volumen in Höhe von gut 1,1 Billionen Euro - mehr als 3000 Euro pro Bürger der Eurozone. Ist das Programm dann zu Ende? Sicher ist das nicht. EZB-Chef Draghi sagte, die Käufe gehen so lange, bis die Inflationsrate in der Währungsunion sich wieder dem EZB-Zielwert von nahe 2 Prozent annähert.

          Risiko: 80 Prozent bei den nationalen Notenbanken

          Was geschieht, wenn die Staatsanleihen nicht zurückgezahlt werden? Den größten Teil des Risikos tragen die nationalen Notenbanken, die zugleich das Programm größtenteils umsetzen werden. Acht Prozent des Gesamtprogramms kauft auch die EZB an nationalen Anleihen - das macht rund 90 Milliarden Euro aus. Zudem werden im Umfang von zwölf Prozent des Gesamtpakets Wertpapiere europäischer Institutionen wie etwa der europäischen Investitionsbank gekauft. Dieses Risiko teilen sich die nationalen Notenbanken, auch für die Käufe der EZB selbst soll das gelten.

          Anfangs keine Anleihen aus Griechenland

          Im Prinzip kauft die EZB Anleihen aller Staaten, die von Ratingagenturen als sicher bezeichnet werden. Damit würde Griechenland herausfallen. Doch für Griechenland gilt eine alte Ausnahmeregel: Staaten im Rettungsprogramm, die sich an die Bedingungen halten, fallen mit unter das Kaufprogramm. Trotzdem kauft die EZB anfangs keine Anleihen aus Griechenland. Denn sie hat sich eine Obergrenze gegeben: Nur ein Drittel aller ausgegebenen Staatsanleihen pro Land sollen in EZB-Hand sein. Für Griechenland hat sie diese Grenze schon erreicht, deshalb kauft sie erst mal keine griechischen Staatsanleihen. Doch ein Teil dieser Anleihen läuft bis Juli aus. Dann will die EZB auch weitere Griechenland-Anleihen ins Programm aufnehmen.

          Hier nennt die EZB die Details

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