Zalando streicht Stellen : Personalabbau ist kein Allheilmittel

Der Onlinemodehändler Zalando streicht Hunderte Stellen. Damit wollte der Konzern sicherlich auch den unter Druck stehenden Börsenkurs ankurbeln. Doch die Börse zeigt sich unbeeindruckt.
Ob Robert Gentz und David Schneider Anfang Februar zugehört haben, als Meta-Chef Mark Zuckerberg bei der Verkündung der Quartalszahlen für 2023 das „Jahr der Effizienz“ ausrief? Jedenfalls werden die beiden Ko-Chefs des Onlinemodehändlers Zalando mitbekommen haben, dass die Meta-Aktie vergangenen November nach der Ankündigung, 11.000 Mitarbeiter zu entlassen, um 5 Prozent stieg.
Auch Stellenstreichungen beim Versandriesen Amazon nahm die Börse freudig auf, genau wie bei Alphabet oder Salesforce. Dementsprechend wird auch Zalando auf eine positive Börsenreaktion nach der Ankündigung gehofft haben, mehrere Hundert Stellen abzubauen.
Der Schritt ist auch im Hinblick auf das enorme Personalwachstum während der Corona-Krise zu bewerten, als das Unternehmen stark vom Trend zum Onlineshopping profitierte. Diesen Rückenwind gibt es nun nicht mehr, die Aktie ist wegen der schwächelnden Konjunktur unter Druck geraten. Daran änderte auch die Ankündigung der Stellenstreichungen nichts. Die Börse hat kaum reagiert. Auch Personalabbau ist eben kein Allheilmittel.






