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Mehr gesetzliche Feiertage : So sehr nervt das Feiertagsfieber die deutsche Wirtschaft

Denkmal für den Reformator Martin Luther in Thüringen. Bild: dpa

Der Norden hat am Reformationstag frei, auch andere Länder planen mehr Freizeit. Bezahlen müssen das die Unternehmen.

          3 Min.

          Für Arbeitnehmer und Unternehmen in den nördlichen Bundesländern beginnt mit diesem Mittwoch eine neue Zeitrechnung: Der Reformationstag, der an das Wirken Martin Luthers erinnert, ist jetzt in Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Hamburg und Bremen regulärer gesetzlicher Feiertag. Nachdem der 31. Oktober 2017 nur ausnahmsweise aus Anlass des 500. Reformationsjubiläums in ganz Deutschland frei war, haben die vier Länder in diesem Jahr ihre Gesetze geändert, damit die Arbeit fortan immer am 31. Oktober ruhen kann.

          Dietrich Creutzburg

          Wirtschaftskorrespondent in Berlin.

          Mehr Freizeit liegt politisch im Trend. Zwar wurde die Feiertagsvermehrung im Norden religiös begründet. Die Landesregierungen im Norden und Osten entdeckten aber auch eine neue, alte Gerechtigkeitslücke: Dort gibt es traditionell weniger Feiertage als im Süden und Westen. Rekordhalter ist Bayern mit regional bis zu 14 Feiertagen im Jahr. Dagegen hatten die vier Nordländer vor der Umstellung des Reformationstags wie Berlin nur neun.

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