https://www.faz.net/-gqe-9g067

Mehr gesetzliche Feiertage : So sehr nervt das Feiertagsfieber die deutsche Wirtschaft

Denkmal für den Reformator Martin Luther in Thüringen. Bild: dpa

Der Norden hat am Reformationstag frei, auch andere Länder planen mehr Freizeit. Bezahlen müssen das die Unternehmen.

          3 Min.

          Für Arbeitnehmer und Unternehmen in den nördlichen Bundesländern beginnt mit diesem Mittwoch eine neue Zeitrechnung: Der Reformationstag, der an das Wirken Martin Luthers erinnert, ist jetzt in Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Hamburg und Bremen regulärer gesetzlicher Feiertag. Nachdem der 31. Oktober 2017 nur ausnahmsweise aus Anlass des 500. Reformationsjubiläums in ganz Deutschland frei war, haben die vier Länder in diesem Jahr ihre Gesetze geändert, damit die Arbeit fortan immer am 31. Oktober ruhen kann.

          Dietrich Creutzburg

          Wirtschaftskorrespondent in Berlin.

          Mehr Freizeit liegt politisch im Trend. Zwar wurde die Feiertagsvermehrung im Norden religiös begründet. Die Landesregierungen im Norden und Osten entdeckten aber auch eine neue, alte Gerechtigkeitslücke: Dort gibt es traditionell weniger Feiertage als im Süden und Westen. Rekordhalter ist Bayern mit regional bis zu 14 Feiertagen im Jahr. Dagegen hatten die vier Nordländer vor der Umstellung des Reformationstags wie Berlin nur neun.

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          : 65% günstiger

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Corona-Absperrungen und Wegweiser im Tübinger Luise-Wetzel-Stift.

          Ärzte gegen Wissenschaftler : Was ist die richtige Waffe gegen das Virus?

          Ärzteverbände stellen sich gegen die Forderung der Wissenschaft nach harten Maßnahmen. Die Infektionszahlen dürften nicht um jeden Preis gesenkt werden. Hinter den gegensätzlichen Positionen stehen auch wirtschaftliche Interessen.
          Der republikanische Senator Lindsey Graham spricht am 17. Oktober auf einer Wahlkampfkundgebung

          Senatswahl in Amerika : Die Angst der Republikaner

          Können die Demokraten Weißes Haus, Repräsentantenhaus und Senat in ihre Hand bringen? Die Republikaner fürchten den Verlust ihrer Mehrheit, weil sogar einst sichere Sitze in Gefahr sind.