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Börsen : Fed-Protokolle schieben Europas Börsen an

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Hoffnung, dass die US-Fed unter Jerome Powell die Zinsen nicht aggressiv anhebt, beflügelten am Donnerstag die Börsen in Europa. Bild: AFP

Die Aussicht auf umsichtige Zinserhöhungen der US-Notenbank lässt europäische Börsen steigen. Der Dax legt 1,6 Prozent zu.

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          Die Aussicht auf umsichtige Zinserhöhungen der US-Notenbank Fed lässt europäische Anleger aufatmen. Mut machten ihnen außerdem starke Firmenbilanzen von US-Einzelhändlern. Dax und EuroStoxx50 stiegen am Donnerstag um jeweils mehr als eineinhalb Prozent auf 14.231,29 beziehungsweise 3747,21 Punkte. Der US-Standardwerteindex Dow Jones rückte ähnlich stark vor.

          Die Protokolle der jüngsten Fed-Sitzung signalisierten weitere Zinsschritte von jeweils einem halben Prozentpunkt in den kommenden Monaten. „Anleger sind offenbar erleichtert, dass die Fed keine aggressiveren Erhöhungen angedeutet hat, obwohl die Inflation hoch bleibt“, sagte Stuart Cole, Chef-Volkswirt des Brokerhauses Equiti Capital.

          Darüber hinaus lasen Börsianer aus den sogenannten Minutes heraus, dass die Fed an einem bestimmten Punkt ihren Zinserhöhungszyklus unterbrechen könne, um dessen Wirkung zu beurteilen. Am wahrscheinlichsten sei, dass die Geldpolitik anschließend behutsamer gestrafft werde, prognostizierte Paul Donovan, Chef-Volkswirt der Vermögensverwaltung der Bank UBS. In den vergangenen Monaten hatten Experten wiederholt gewarnt, dass anhaltend kräftige Zinserhöhungen der Fed die weltgrößte Volkswirtschaft in eine Rezession stürzen könnten.

          Gefragt waren auch Einzelhandelswerte, nachdem Macy's einen optimistischen Ausblick geliefert hatte. Der Gewinn der Kaufhauskette habe im abgelaufenen Quartal mit 1,08 Dollar je Aktie die Erwartungen übertroffen, lobte Analystin Stephanie Wissink von der Investmentbank Jefferies. Gleiches gelte für das angehobene Gesamtjahresziel von 4,53 bis 4,95 Dollar je Aktie. Macy-Titel stiegen daraufhin an der Wall Street um fast 17 Prozent. In ihrem Windschatten rückte der europäische Einzelhandelsindex knapp fünf Prozent vor.

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