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Xentral : Kapitalspritze für Augsburger Start-up

  • -Aktualisiert am

Xentral-Gründer Claudia und Benedikt Sauter Bild: Xentral

Sequoia Capital gab einst Steve Jobs das Geld, um den ersten Mac auf den Markt zu bringen. Nun investiert der amerikanische Risikokapitalfonds in ein deutsches Digitalunternehmen aus einem ungewöhnlichen Bereich.

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          Das Augsburger Start-up Xentral bekommt eine Kapitalspritze von 20 Millionen Dollar von einem renommierten amerikanischen Wagniskapitalfonds. Sequoia Capital aus dem Silicon Valley gibt es seit den 1970er Jahren, der Fonds hat in deren Frühphasen unter anderem Apple und Google finanziert. Nun investiert er zusammen mit dem Berliner Risikokapitalfonds Visionaires Club in das deutsche Jungunternehmen, welches ein sogenanntes ERP-System entwickelt hat und vertreibt.

          ERP-Systeme sind das Rückgrat fast aller Unternehmen. Die Software verwaltet computergestützt Aufträge, Lager, Buchhaltung, Beschaffung, Produktion und Versand der fertigen Produkte. Einer der größten Spieler auf dem Markt für die Programme ist der deutsche Softwarekonzern SAP. Da es diese Art der Software schon sehr lange gibt, gelten ERP-Systeme als weitgehend ausentwickelt. Zudem werden sie mittlerweile von sehr vielen Unternehmen angeboten, etwa auch von Microsoft. Beobachter halten es deshalb für überraschend, dass ein prominenter Risikokapitalfonds in ein Start-up investiert, das ein solches entwickelt.

          Xentral hebt hervor, ein passendes System für kleine und mittelständische E-Commerce-Unternehmen zu bieten. Es sei einfach zu bedienen und könne durch einen modularen Aufbau leicht mit dem Unternehmen mitwachsen. Sequoia-Partnerin Luciana Lixandru sagt, Xentral sei in der Lage, „den Multi-Milliarden-Dollar-ERP-Markt neu zu definieren“.

          Mit dem Geld der Investoren will das Unternehmen zunächst seine Expansion in Kontinentaleuropa vorantreiben und längerfristig auch nach Großbritannien und Amerika wachsen. Mit wie viel Millionen Euro Xentral nun insgesamt bewertet wird, will das Unternehmen aber nicht sagen.

          Die Xentral-Software entstand ursprünglich als selbstprogrammierte Lösung für das Zwei-Personen-Onlinehandelsunternehmen der beiden Gründer Benedikt und Claudia Sauter. Die beiden beschlossen 2017, sich ganz auf ihre Software zu konzentrieren. Inzwischen hat ihr Unternehmen 65 Mitarbeiter und nach eigenen Angaben mehr als 1000 Kunden.

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