Industrieinvestition in der Toskana : Die Ukraine soll Italiens Stahlindustrie retten

Der ukrainische Hersteller Metinvest will in der Toskana investieren, nachdem sein Werk in Mariupol von den Russen zerstört wurde. Gleichzeitig kehrt Arcelor Mittal Italien den Rücken. Die italienische Stahlindustrie befindet sich im Stresstest.
Italien schöpft für seine Stahlindustrie jetzt wieder etwas Hoffnung – dank der Ukraine: Am zweitgrößten italienischen Stahlstandort, in der toskanischen Küstenstadt Piombino, will sich der ukrainische Hersteller Metinvest niederlassen. Er wird von dem ukrainischen Oligarchen Rinat Achmetow kontrolliert und kam 2022 in die Schlagzeilen, als die russische Armee sein größtes Hüttenwerk namens Asow-Stahl im ukrainischen Mariupol weitgehend zerstörte. Jetzt sucht Metinvest den Neuanfang und will in Italien zusammen mit der öffentlichen Hand rund 2 Milliarden Euro investieren sowie dort bis zu 1500 direkte und indirekte Arbeitsplätze schaffen. So steht es in einer Absichtserklärung, die das Unternehmen mit der italienischen Regierung und der Region Toskana am Mittwoch unterzeichnet hat.


