Ernährungsvorsorge : Geheime Vorräte für den Notfall

An mehr als 150 Orten lagert der Staat Tonnen an Nahrungsmitteln für Krisen- und Kriegsfälle. Die meisten Bürger wissen von den Reserven nichts. Was ist darüber bekannt, und wie sinnvoll ist das System?
Säckeweise Weizen, Roggen und Hafer, Linsen, Reis, Erbsen und Kondensmilch – all das lagert der deutsche Staat als eiserne Reserve ein. Im Ernstfall sollen diese Lebensmittel die Bürger vorübergehend mit dem Nötigsten versorgen. Ursachen für eine Versorgungskrise können militärische Konflikte, Naturkatastrophen, Epidemien oder Störungen der Infrastruktur sein. Die Erfahrungen aus der Ukraine zeigen, dass Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion in militärischen Konflikten gezielt angegriffen werden. Grundlage für die staatlichen Vorräte ist das Ernährungsvorsorgegesetz. Die staatliche Nahrungsreserve gibt es schon seit den Sechzigerjahren als Reaktion auf Krisenzeiten. „Auch wenn wir diese Notreserve noch nie gebraucht haben: Sie hat sich bewährt – sie ist unser Sicherheitsnetz im Ernstfall“, sagt ein Sprecher des verantwortlichen Bundeslandwirtschaftsministeriums.


