https://www.faz.net/-gqe-a819a

Zweiter Lockdown : Zahl der Arbeitslosen steigt auf 2,9 Millionen

  • Aktualisiert am

Bild: dpa

Erstmals eröffnet die Arbeitsmarkt-Statistik der Bundesagentur für Arbeit einen Blick auf die Auswirkungen des aktuellen Corona-Lockdowns: Der Arbeitsmarkt ist weiter robust, die von der Kurzarbeit gebaute Brücke hält noch immer.

          1 Min.

          Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im Januar saisonüblich um 193.000 auf 2,901 Millionen gestiegen. Die Arbeitslosenquote stieg damit im Januar um 0,4 Prozentpunkte auf 6,3 Prozent, teilte die Bundesagentur für Arbeit am Freitag in Nürnberg mit. Der Januar-Anstieg fiel damit in diesem Jahr sogar noch etwas geringer aus als im Vorjahr. Von Dezember 2019 auf Januar 2020 war die Zahl der Arbeitslosen um 198.000 gestiegen.

          Erstmals sind damit in einer Arbeitsmarktstatistik die Auswirkungen des aktuellen coronabedingten Lockdowns berücksichtigt. Für ihre Statistik hat die Arbeitsagentur Datenmaterial bis zum 13. Januar erfasst.

          Im Vergleich zum Vorjahresmonat stieg die Arbeitslosigkeit allerdings deutlich. Im Januar 2021 waren 475.000 Menschen mehr arbeitslos als noch im Januar 2020, wie die Bundesagentur weiter mitteilte. „Der Arbeitsmarkt zeigte sich im Januar alles in allem in einer robusten Verfassung. Die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie hinterlassen aber Spuren“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur, Detlef Scheele.

          In der Zeit vom 1. bis zum 25. Januar haben den Angaben zufolge 78.000 Betriebe für 745.000 Personen Kurzarbeit angemeldet - dies entspricht aber nicht der tatsächlichen Zahl der Kurzarbeiter, diese kann erst nach entsprechender Abrechnung mit mehrwöchiger Verzögerung akkurat angegeben werden. Die jüngsten validen Zahlen zur tatsächlich realisierten Kurzarbeit stammen aus dem November. In diesem Monat hat die Bundesagentur für 2,26 Millionen Menschen Kurzarbeitergeld bezahlt. Der Höhepunkt der Kurzarbeiterwelle war im April 2020, als knapp sechs Millionen Menschen in Kurzarbeit waren.

          Weitere Themen

          In jeder Krise gibt es Gewinner

          Bahntechnikkonzern Vossloh : In jeder Krise gibt es Gewinner

          Der Bahninfrastrukturkonzern Vossloh ging durch eine lange Restrukturierung. Nun profitiert er nicht nur von Investitionen in mehr Nachhaltigkeit und der Erholung in China – auch das Reparieren der Flutschäden wird dem Unternehmen Gewinn bringen.

          Topmeldungen

          Eine Schülerin einer Abschlussklasse wird im Impfzentrum an der Messe München geimpft.

          Leopoldina-Forscher Falk : „Klappe halten, impfen lassen“

          Spitzenforscher Armin Falk fordert eine Impfpflicht und findet, dass der Impfstatus bei der Triage eine Rolle spielen sollte. An Politiker, die sich nicht impfen lassen, hat er eine klare Ansage.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.