China : Bankverluste für Volk und Vaterland

In der Krise sollen Chinas Staatsbanken mit Krediten die Wirtschaft retten und die Arbeitslosigkeit niedrig halten. Das passiert auf Kosten ihrer Bilanzen.
Als Ren Deqi, Chef der chinesischen Bank of Communications, jüngst seine desaströse Geschäftsbilanz vorstellte, gab es kein Wehklagen, im Gegenteil. Der Topmanager eines der größten Geldinstitute der Welt gelobte, seine Bank für Volk, Vaterland und den Machterhalt der Kommunistischen Partei zu opfern. Um schnellstmöglich Chinas Wirtschaftskrise hinter sich zu bringen, die der monatelange Stillstand in der Coronavirus-Pandemie ausgelöst hatte, sollten chinesische Staatsbanken auf ihre in den vergangenen Jahrzehnten immer schneller gestiegenen Gewinne doch bitte zum Teil verzichten, hatte die Partei in Person von Bankenregulator Guo Shuqing in den Vormonaten unmissverständlich befohlen.
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