Fluggesellschaft : Mehr Kapital für Air France-KLM
Air France-KLM plant eine weitere Kapitalerhöhung, um die Bilanz zu stärken und Staatshilfen zurückzuzahlen. Wie ändern sich die Anteile der Staaten Frankreich und Niederlande?
smo. Frankfurt ⋅ Air France-KLM plant eine weitere Kapitalerhöhung, um die Bilanz zu stärken und Staatshilfen zurückzuzahlen. Die französisch-niederländische Fluggesellschaft will nach Angaben vom Donnerstag vier Milliarden Euro mit Vorkaufsrecht für Bestandseigner aufnehmen. Frankreich und die Niederlande sind Großaktionäre und haben wegen der Corona-Krise Kredite gewährt. Solange ein Großteil nicht zurückgezahlt ist, gelten durch die EU verhängte Restriktionen. Die Aktie notierte 8 Prozent unter Vortagesschluss. Interessant werden die Auswirkungen auf die Aktionärsstruktur. Kurz vor der Corona-Krise hatten die Niederlande, die um die Bedeutung des KLM-Heimatflughafens Schiphol besorgt sind, ihren Anteil aufgestockt, um in etwa mit Frankreich gleichzuziehen; beide hielten 14 Prozent. Während der Pandemie gaben die Staaten ihre Hilfen an die jeweiligen Konzernteile. An einer folgenden Kapitalerhöhung im vergangenen Jahr beteiligten sich die Niederlande, anders als die Franzosen, nicht. Der niederländische Anteil verwässerte auf gut 9 Prozent, während Frankreich sein Paket auf etwa 29 Prozent erhöhte.
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