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Weitere Nachrichten : Lufthansa stellt Dividendenpolitik um

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Bild: dpa

Die Lufthansa will ihre Dividende künftig anders berechnen, Telefonica schmiedet eine Brasilien-Allianz gegen Telecom Italia und JP Morgan erwartet einen deutlichen Rückgang der Handelserträge.

          3 Min.

          Lufthansa stellt Dividendenpolitik um: Gleiche Höhe wie bisher möglich

          Die Lufthansa will ihre Dividende künftig anders berechnen, aber ihre Aktionäre nicht grundsätzlich besser oder schlechter stellen. Ab dem kommenden Geschäftsjahr würden 10 bis 25 Prozent des Gewinns vor Zinsen und Steuern (Ebit) als Dividende ausgeschüttet, teilte Europas größte Fluggesellschaft am Mittwochabend in Frankfurt mit. Die Dividende könne dabei genauso hoch ausfallen wie in der Vergangenheit. Die Aktionäre würden weiter direkt am Unternehmenserfolg beteiligt.

          Kreise: Telefonica schmiedet Brasilien-Allianz gegen Telecom Italia

          Im Kampf um den brasilianischen Mobilfunkmarkt schmiedet der spanische Telekomkonzern Telefonica offenbar eine Allianz gegen Telecom Italia. Die Spanier wollten zusammen mit zwei Konkurrenten den Italienern deren Brasilien-Tochter Tim abkaufen und anschließend untereinander aufteilen, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Mittwoch unter Berufung auf mit den Plänen vertraute Personen. Geplant sei ein Gebot im Wert von rund 15 Milliarden Dollar. Die Unternehmen wollten das nicht offiziell kommentieren.

          JP Morgan erwartet deutlichen Rückgang der Handelserträge

          Die größte amerikanische Bank JP Morgan hat Anleger auf einen deutlichen Rückgang der Einnahmen in ihrem Investmentbanking im vierten Quartal eingestimmt. Die Erlöse im Handelsgeschäft dürften verglichen mit dem Vorjahreszeitraum im „hohen Zehner-Prozentbereich“ sinken, sagte Finanzchefin Marianne Lake am Mittwoch in New York. Einen Großteil des Rückgangs führte sie auf den Verkauf des Geschäfts mit physischen Rohstoffen sowie auf höhere Kapitalkosten zurück. Bereinigt um diese Sondereffekte dürften die Einnahmen laut Lake um 4 Prozent fallen.

          Kabel Deutschland muss für Programme nachzahlen

          Fast zehn Jahre stritten die deutschen Privatsender mit dem Netzanbieter Kabel Deutschland um Millionen, jetzt haben beide Seiten den Konflikt beigelegt. Eine Sprecherin des Berliner Kammergerichts bestätigte am Mittwoch eine außergerichtliche Einigung über die Lizenzbeträge, konnte aber zur Höhe der Summe nichts sagen. Nach Angaben der Verwertungsgesellschaft VG Media, die in dem Streit 144 Radio- und Fernsehsender vertritt, muss Kabel Deutschland 41,1 Millionen Euro für die Lizenzen nachzahlen. Auch Kabel Deutschland bestätigte, dass ein Vergleich abgeschlossen wurde. Für die Zukunft sei ein neuer Lizenzvertrag geschlossen worden. Zu weiteren Details wollte sich das Unternehmen nicht äußern.

          Noch keine Einigung über Zukunftstarifvertrag für Karstadt

          Bei den Tarifverhandlungen für die rund 17.000 Karstadt-Beschäftigten hat es am Mittwoch in Ratingen eine Einigung nur für die von der Schließung von sechs Karstadt-Filialen betroffenen Mitarbeiter gegeben. Für die rund 330 Beschäftigten solle rückwirkend der jeweilige regionale Flächentarifvertrag gelten, teilte Verdi am Mittwoch mit. „Damit werden die Kolleginnen und Kollegen wieder an die Tarifentwicklung angekoppelt, erhalten ein höheres Entgelt und entsprechend auch Arbeitslosengeld“, sagte Verdi-Verhandlungsführer Arno Peukes. Karstadt hatte im Oktober die Schließung der Warenhäuser in Stuttgart und Hamburg-Billstedt, sowie der auf junge Mode spezialisierten K-Town-Filialen in Göttingen und Köln und der Schnäppchen-Center in Paderborn und Frankfurt/Oder angekündigt. Die Häuser sollen 2015 geschlossen werden.

          Investorenklagen gegen Porsche-Holding treten auf der Stelle

          Nach dem Übernahmekampf zwischen Porsche und Volkswagen vor rund sechs Jahren tauchen auch bei der zweiten milliardenschweren Investorenklage am Landgericht Braunschweig Zweifel an der Zuständigkeit der Richter auf. Die klagenden Anleger erweiterten am Mittwoch ihre Prozessführung um Aspekte, mit denen ein Gerichtswechsel im Raum steht. Die beklagten Unternehmen sprachen von gezielter Prozessverschleppung.

          Daimler: Händlernetz in China Ende 2015 gleichauf mit Konkurrenz

          Im Rennen um die Spitze in der Oberklasse will Daimler bei seinem Vertrieb in China die Lücke zur Konkurrenz bis Ende 2015 schließen. „Es dürfte Ende nächsten Jahres keinen signifikanten Unterschied zwischen Mercedes und anderen deutschen Herstellern bei der Netzabdeckung geben“, kündigte Troska am Mittwoch in Stuttgart an. Daimler hatte im Vergleich zu den Erzrivalen Audi und BMW auf dem wichtigen Markt auch deswegen lange das Nachsehen, weil sich zwei unterschiedliche Vertriebsorganisationen gegenseitig das Leben schwer gemacht hatten. Zudem war der Verkauf insgesamt nicht breit genug aufgestellt. Die Schwaben wollen die beiden Konkurrenten bis 2020 weltweit unter anderem bei Absatz, Umsatz und Gewinn überholt haben.

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